
Von Albert M. Kraushaar Sie mischen bei den Hallenturnieren im Kreis Calw immer wieder gut mit, die Fußballer der Sportfreunde Gechingen. Bei einer Veranstaltung allerdings war ihnen ein Sieg bislang noch nie vergönnt: beim eigenen Hallenturnier.In diesem Jahr haben die Sportfreunde zum 22. Turnier vor heimischer Kulisse gleich vier Teams ins Rennen um den großen Pokal geschickt. Immerhin hat eine davon das Halbfinale erreicht.
Dauergast in Gechingen ist A-Ligist VfL Sindelfingen II mit Trainer Kurt Müller (ehemals unter anderem VfL Ostelsheim). "Zweite und dritte Plätze hatten wir schon, aber gewonnen haben wir hier noch nie", freute er sich über den Finalerfolg gegen die SKV Rutesheim und damit den ersten Sieg in Gechingen.
Seine Mannschaft zählte neben den U19-Junioren der SV Böblingen, dem TSV Haiterbach und NK Zrinski Calw zu den spielstärksten Teams, während die SKV Rutesheim erst in der Endphase des Turniers richtig in Schwung kam.
Im Finale begannen die Rutesheimer überraschend passiv. Das Team um die Verbandsliga-erprobten Kai Liedtke, Christopher Baake und Stamatis Sideris ließ die Sindelfinger kommen, ohne sich große Kontermöglichkeiten zu erspielen. Nach neun Minuten zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul im Strafraum auf den Neunmeterpunkt. Samet Öztürk nagelte den Ball jedoch an den Pfosten. Zwei Minuten später gelang dem selben Spieler dann doch die verdiente Führung. Nur 60 Sekunden später machte Heiko Schmidt gegen die zweimal durch Zeitstrafen geschwächte SKV mit dem 2:0 den Sack zu.
Im kleinen Finale sahen die Zuschauer eine überlegene Böblinger U19, die dem Gastgeberteam keine Chance ließ. Die Gechinger waren allerdings ohne gelernten Torhüter und mit nur zwei Wechselspieler stark geschwächt und konnten gegen die schnellen und technisch versierten Böblinger beim 0:5 – Tore: Luca Peluso (2), Salvatore Pellegrino, Robin Walter und Frederik Dingler (Eigentor) – nicht mehr mithalten. Den Traum der Gechinger vom Finaleinzug hatten die Sindelfinger beendet.
Guten Fußball, Hektik und Emotionen bekamen die Zuschauer ab den Viertelfinalspielen zu sehen. Hier zeigte die Böblinger U19 mit einem 4:2-Erfolg dem bis dahin überzeugenden FC Altburg dessen Grenzen auf. Die Viertelfinalbegegnung zwischen dem VfL Sindelfingen II und dem B-Ligisten NK Zrinski Calw war ein Spiel zweier Teams auf Augenhöhe. Dabei standen die Kroaten von Beginn an nicht in der Gunst der Schiedsrichter, die ab dem Viertelfinale mit einigen Entscheidungen für Diskussionsstoff sorgten. Das dritte Viertelfinale bot eine Mischung als Kraft und Athletik auf Seiten des TSV Haiterbach und Erfahrung bei der SKV Rutesheim. Letztere gab zusammen mit Luis Tarian den Ausschlag. Der SKV-Torhüter wehrte zwei, drei ganz dicke Möglichkeiten von Michael Kaupp und Marc Bohnert ab. Mustafa Cahir brachte die Rutesheimer in Führung, Kaupp gelang in der Schlussminute der Ausgleich. Sideris besorgte den Siegtreffer der Rutesheimer. Nachdem sich die Gechinger dank Dominik Soulier in der Zwischenrunde mit einem 1:0 über die Spvgg Renningen für das Viertelfinale qualifiziert hatte, war es dort erneut der Ex-Simmozheimer, der mit zwei Treffern gegen den bis dahin überzeugenden TSV Dagersheim II einen 0:1- Rückstand (Tor Daniel Wälde) in einen 2:1-Sieg und die Qualifikation für das Halbfinale drehte.