Calw Feuerwehr: Sicherheit durch gute Ausbildung

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Mit dem goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen wurde Günther Kugele (liinkes Bild, Mitte) ausgezeichnet. Das Foto zeigt ihn zusammen mit (von links): dem stellvertretenden Kommandanten Rainer Stotz, OB Ralf Eggert, Stadtbrandmeister Dirk Patzelt und Hirsaus Abteilungskommandanten Dirk Stöhr. Auf dem rechten Bild sind die engagierten Feuerwehrleute zu sehen, die Fortbildungen absolviert haben und deswegen befördert wurden. Foto: Stocker

Calw-Holzbronn - Die besten Grundlagen für die Bewältigung der Hauptaufgaben einer Feuerwehr sind die Aus- und Fortbildung. Ein Schwerpunkt wird dabei immer das Training für Atemschutzeinsatz sein.

Das unterstrich Stadtbrandmeister Dirk Patzelt bei der Hauptversammlung der Calwer Gesamtwehr im Holzbronner Dorfsaal. Und er verwies darauf, dass dies den Feuerwehrleuten höchste körperliche sowie psychische Leistungen abverlange. Patzelt würdigte in diesem Zusammenhang auch das Engagement des Teams in der Atemschutzwerkstatt, das für einen einwandfreien Zustand der Geräte sorge. Insgesamt sei das der Garant für mehr Sicherheit sowohl für die Feuerwehrleute als auch für die Bevölkerung.

Dass die Teilnahme an Lehrgängen zudem auch Beförderungen mit sich bringen, sei ein angenehmer Nebeneffekt für die Betreffenden, so der Stadtbrandmeister weiter.

Insgesamt 276 Einsätze fordern

Für das entsprechende Know-how haben auch im vergangenen Jahr wieder die zahlreichen Ausbilder in den Reihen der Calwer Wehr gesorgt, die sich natürlich ebenfalls an Lehrgängen beteiligt haben. Bei insgesamt 276 Einsätzen waren die 178 Feuerwehrleute gefordert, wie die fünf Abteilungskommandanten berichteten.

Zu 44 Brandeinsätzen kamen dabei 100 technische Hilfeleistungen sowie 53 Sicherheitswachen. "Nicht nur bei Veranstaltungen im innerstädtischen Bereich gibt es Schwierigkeiten, die vom Gesetzgeber geforderte Eintreffzeit einzuhalten", so Stadtbrandmeister Patzelt. Er sprach sich dafür aus, dass die Feuerwehr den Bereich Stuttgarter- und Bischofstraße über die Hindenburgstraße umfahren darf, wenn sie von der Feuerwache kommt, um schneller am Einsatzort sein zu können.

Dem entsprach dann auch Oberbürgermeister Ralf Eggert mit Verweis auf die Hoheitsrechte bei der Anfahrt, die der Feuerwehr im Einsatzfall zustehen. "Wir sind froh um die Menschen, die bereit sind, zu jeder Tages- und Nachtzeit professionelle Hilfe zu leisten. Wir geben als Stadt der Feuerwehr das notwendige Material an die Hand und wissen, dass wir auf diesem Gebiet weiter investieren müssen", stellte das Stadtoberhaupt fest.

Auf dem Anschaffungsplan stehen aktuell neue Fahrzeuge für die Abteilungen Altburg und Stammheim sowie ein neues Gerätehaus in letzterem Stadtteil. Die Kontrolle des Bestands sowie des Zustands von Schutzausrüstung und Geräten haben im vergangenen Jahr ebenfalls etliche Investitionen nach sich gezogen.  "Es wird noch zwei bis drei Jahre dauern, bis der Beschaffungsstau abgearbeitet ist", erläuterte der Stadtbrandmeister.

Günther Kugele seit 40 Jahren aktiv

In der Warteschleife hängt nach wie vor die Installation des Digitalfunks, berichtete der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Klaus Ziegler. "Außerdem hat der Landesverband ein Strategiepapier erarbeitet, mit dem das Engagement von Ehrenamtlichen gestärkt und erhalten werden soll", hob er hervor. Der Rückgang bei den Einsatzkräften treibt auch Patzelt um. Er kündigte die Entwicklung eines Konzeptes zur Nachwuchswerbung an.

Besonders würdigte er das Engagement von Hauptlöschmeister Günther Kugele, der in der Hirsauer Abteilung mittlerweile seit 40 Jahren aktiv ist. Dafür wurde er mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. In diesem Zusammenhang hob Patzelt auch die Bedeutung der Unterstützung der Feuerwehr durch Familien und Arbeitgeber hervor.

Das Aushängeschild der Feuerwehr im Landkreis Calw, der Spielmannszug der Abteilung Stammheim, hatte die Hauptversammlung traditionell musikalisch umrahmt. Mit Stabführer Ralf Weiß sowie Lena und Johannes Gommel wurden drei Musiker für zehnjährige Tätigkeit ausgezeichnet.

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