Von Uwe Priesterbach

TSV Altensteig – SV Kornwestheim (Samstag 19.30 Uhr). Das letzte Spiel der Vorrunde in der Oberliga Baden-Württemberg steht für den TSV Altensteig unter schlechten Vorzeichen.

Zum einen ist nicht davon auszugehen, dass der viertplatzierte SV Kornwestheim morgen in der Eichwaldhalle Weihnachtsgeschenke verteilen wird. Zum anderen kommt die TSV-Sieben personell auf dem Zahnfleisch daher. "Es ist höchste Zeit für die Winterpause", erklärt der Altensteiger Trainer Nenad Gojsovic vor dem Heimspiel gegen die favorisierten "Lurchis".

Mit Blick auf die lange Liste verletzter Spieler spricht Gojsovic von einer "ganz schwierigen Situation". Denn zwischenzeitlich sind auch Micha Neumann und Maximilian Fuhrmann angeschlagen, was die Aufgabe gegen den SV Kornwestheim weiter erschwert. "Wir müssen diese Zeit überbrücken, bis sich unser Lazarett wieder gelichtet hat", sagt Gojsovic. Denn mit Veljko Saula, Maxim Cahn, Dennis Rutkewitz, Michael Beutler und Christian Hörner sind ohnehin fünf Stammspieler verletzt.

Und so will der Altensteiger Trainer morgen noch einmal alle Kräfte mobilisieren und auf den einen oder anderen Spieler aus der zweiten Garnitur zurückgreifen. Allerdings schätzt er die Erfolgschancen unter Hinweis auf die Qualität der Gäste aus Kornwestheim eher skeptisch ein und betont: "Da braucht es das Wunder von Altensteig." So weiß Nenad Gojsovic, dass der SV Kornwestheim auf allen Positionen gut besetzt ist und seine Mannschaft jetzt die Außenseiterrolle einnimmt.

Nach der jüngsten Niederlageserie steht der TSV auf dem zwölften Tabellenplatz – und damit mit einem Fuß in der Abstiegszone der vierthöchsten Liga. Ganz anders das Team von Mirko Hensel aus Kornwestheim, das bis jetzt eine super Vorrunde gespielt hat. Erst am letzten Spieltag mussten die "Lurchis" den zweiten Tabellenplatz an die HSG Oftersheim/Schwetzingen abtreten. In Kornwestheim träumt man insgeheim vom möglichen Aufstieg in die Regionalliga. In Altensteig will die Hensel-Sieben morgen das verlorene Terrain zurückgewinnen, um weiter in Sachen Relegationsplatz mitzumischen.

Trotz der prekären Personalsituation hofft Nenad Gojsovic, dass sein Rumpfteam den großen Favoriten ärgern kann und dabei lautstark von den TSV-Anhängern unterstützt wird. Mit Blick auf den Klassenerhalt ist der Altensteiger Trainer überzeugt, dass seine Mannschaft die nötige Qualität hat. "Aber wir müssen auch an uns glauben und nicht gleich bei einem Rückstand die Köpfe hängen lassen", fordert Gojsovic. Außerdem wünscht er sich, dass seine Spieler die Fehlerquote im Abschluss reduzieren.