Calw Eltern machen sich für Hallenbad stark
Alfred Verstl, 14.12.2012 09:30 Uhr
Die Elternbeiräte der Calwer Schulen wollen das Hallenbad erhalten. Foto: Fritsch
Calw - Für den Erhalt des Carl-Schmid-Hallenbads macht sich der Gesamtelternbeirat der Calwer Schulen stark. Zumindest das Schulschwimmen sollte erhalten werden.
Aber auch gegen einen Neubau hätte das Gremium nichts einzuwenden, wie Vorsitzender Andreas Rägle sowie die Elternbeiratsvorsitzenden Saskia Esken (Hermann Hesse-Gymnasium) und Claudia Stangl (Werkrealschule Calw) im Gespräch mit unserer Zeitung betonten. Allerdings müsse man dann auch wissen, wo das Geld herkommen soll.
"Wir protestieren gegen die drohende Schließung. Das ist einer großen Schulstadt nicht würdig", sagt Esken. Mit Fertigstellung der neuen Sporthalle falle zudem die Nutzung von Brühl- und Stadthalle weg.
Schließe auch noch das Hallenbad, fehlen dann fast so viele Hallenteile wie durch den Neubau entstehen. Dann müssten die Stundenpläne weiterhin nicht nach pädagogischen Gesichtspunkten, sondern nach Maßgabe der Sporstättenbelegung erstellt werden.
Wir wollen, dass das alte Bad so lange wie möglich genutzt werden kann", betont Stangl. Dadurch könne auch Zeit für weitere Planungen gewonnen werden.
Rägle betont, wie wichtig Sport und Bewegungserziehung sind. Dazu sei ein Hallenbad unerlässlich. Viele Fünftklässler, so Esken, könnten nicht schwimmen. Viele Eltern seien heute nicht mehr in der Lage, dies ihren Kindern beizubringen.



Hallenbad und Rathaus
Im Grude genommen ist es ganz einfach: Die Stadt hat zu wenig Einnahmen und zu hohe Ausgaben. An der Einkommensseite liegt man bei der belastung der Bürger mit der Gebührenlast, Gewerbesteuer, Grundsteuer, etc. an der Obergrenze. Hier ist also nichsts mehr zu holen. Ergo muss auf der Ausgabenseite der Rotstift angesetzt werden. Jeden Euro kann auch eine Stadtverwaltung eben nur einmal ausgeben. Damit kann es keine Wunscherfüllungsmaschine mehr geben! An die Verantwortlichen im Rathaus und des Gemeinderates sei gesagt: Diese Erkenntnis gilt für alle Themen, welche keine Pflichtaufgabe der Stadtverwaltung darstellen. Egal ob Rathaus, Hallenbad, Bauhof-Neubau, Kultur-Sponsoring, etc. Alles, aber auch wirklich alles, muss dann auf den Prüfstand. Zum Ansinnen der Elternvertreter ist anzumerken, dass eine Schließung des Hallenbades zwar bedauerlich ist, aber wohl ununmänglich. Übrigens das 'Argument' mit den unfähigen Eltern im Bezug auf Schwimmen erlernen gewährt Einblick zur Einstellung der Elternvertreter: Möglicherweise sollte zunächst erkannt werden, dass die Selbstverantwortung der Eltern nicht auf die Schule und/oder den Schulträger abgewälzt werden kann. Im übrigen gäbe es auch ein Hallenbad in unmittelbarer Nachbarschaft zu Calw. Somit bestehen hier durchaus Alternativen - sofern man nur will.
eine Schande
Die Stadt Calw hat 16 Millionen für ein altes Rathaus übrig ( auf Pump natürlich ) um an ewig gestrigen festzuhalten, jedoch ein Schwimmbad zu erhalten dafür ist kein Geld da. Die Bevölkerung wurde bis heute nicht befragt ob die 16 Millionen für das Rathaus ausgegeben werden soll. Der Steuerzahler wird es schon richten.............