Calw Einstimmige Wiederwahl Formsache

Schwarzwälder-Bote, 17.07.2012 19:05 Uhr

Von Hans-Christian Schunke

"So lange wie du, mache ich das nicht", kommentierte Walter Gohl den Stabwechsel vor 18 Jahren, als er von seinem Vorgänger Ingo Arbter das Amt des Staffelleiter der Bezirksliga Böblingen/Calw von ihm übernommen hatte.

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Der Dagersheimer hatte sein Amt seinerzeit nach 17 Jahren abgegeben. "Es macht einfach Spaß mit euch", signalisierte der Gärtringer bereits zu Beginn der Versammlung, das er noch nicht fertig ist. Der Rest war Formsache und nach einstimmiger Entlastung erfolgte seine Wiederwahl ebenso einstimmig. Ebenso schnell und unproblematisch wurde auch Daniel Schneck in seinem Amt als Kassier für den Schiedsrichterpool bestätigt.

Der 1. Spieltag wird am 19. August angepfiffen, während die Runde nach der vom 10. Dezember bis zum 2. März andauernden Winterpause, am 9. Juni 2013 beendet wird. Jeweils ein Spieltag findet an einem Mittwoch, an einem Donnerstag und an einem Samstag statt. Für die Kreisliga B Staffel 5 ist die Saison dagegen bereits am 2. Juni beendet.

Mit dem TSV Haiterbach, TSV Waldenbuch, 1. FC Altburg, VfL Herrenberg (Bezirksliga) sowie TSV Ehningen II, TSV Hildrizhausen II, TSV Haiterbach II und Croatia Sindelfingen (Kreisliga B) begrüßte Walter Gohl mehr oder weniger alte Bekannte.

Ansonsten hatte Gohl in seinem Rückblick fast nur positive Dinge zu berichten. Sowohl bei der Zusammenarbeit mit den Vereinen, als auch mit den Unparteiischen klappte alles und auch der Wettergott hatte ein Einsehen was zur Folge hatte, dass es nur vier Spielausfälle gab, einer davon resultierte wegen einem Nichtantritt einer Mannschaft und zwei Spiele in der B -Liga fielen aus, weil die Unparteiischen nicht erschienen waren.

Interessant war das die Vereine während der Saison offensiver zu Werke gingen. So fielen im Oberhaus im Schnitt 3,4 Treffer und in der B-Liga waren es sogar 4,9 pro Spiel.

Weniger schön gestaltet sich das Thema Ergebnismeldung. Mit 6,3 Prozent hielt sich das in der Bezirksliga noch in Grenzen, doch in der B-Liga waren es am Ende satte 25 Prozent.

Gelernt haben die Vereine auch. was das Thema Schiedsrichterbetreuung angeht. Hier gab es von den Unparteiischen selbst fast nur Lob, sieht man einmal vom CCI Schönaich ("verbesserungswürdig") ab. Dafür wurden der TSV Kuppingen sowie der TSV Hildrizhausen besonders hervor gehoben.

Viel Arbeit hatte dafür das Sportgericht, denn die Anzahl der Urteile hat sich mit 423 um 33 Prozent, die Sperrstrafen mit 273 um 44 Prozent und die Gebühren mit 6395 Euro um 70 Prozent erhöht. Lediglich bei den Geldstrafen sank das Volumen um 32 Prozent auf 5945 Euro. Beachtlich auch die Diskrepanz zwischen den beiden Ligen von Walter Gohl. Denn bei den Urteilen (36 Bezirksliga/35 B-Liga), den Sperrstrafen (28/27), und den Geldstrafen (850/690) sieht es auf den ersten Blick nach einer gewissen Kontinuität aus. Nur beim Vergleich der beiden letzten Spielzeiten hat sich im Oberhaus wenig verändert, während die B-Liga mit satten Zuwachsraten von 84, 57 und 68 Prozent aufwarten kann.

Straffrei blieben TV Darmsheim, GSV Maichingen, SC Neubulach und der TSV Schönaich (Bezirksliga) sowie der SV Althengstett und die Spvgg Holzgerlingen (B-Liga). Die meisten Strafen wurden gegen die SpVgg Weil im Schönbuch (8) und dem VfL Nagold II (6) verhängt (Bezirksliga) und in der B-Liga handelten sich der TV Altdorf (10) und CCI Schönaich (6) die meisten Strafen ein.

Trotz des Abstieges war der SC Neubulach das fairste Team in der Bezirksliga und auch die 2. Mannschaft der Bulicher landete mit Rang drei auf einem Spitzenplatz in der Fairplaywertung der B-Liga. Mitabsteiger SpVgg Weil im Schönbuch musste sich dagegen mit dem letzten Platz in dieser Rangliste begnügen während die 2. Mannschaft in der B-Liga als fairste Mannschaft ausgezeichnet wurde. "Im Schnitt war das ein guter Mittelfeldplatz", kommentierte Weils Abteilungsleiter Hans Markus Merkel etwas süffisant das Verhalten seiner beiden Mannschaften.

Einige Neuheiten vermeldete der Bezirksvorsitzende Richard Armbruster. Angefangen von personellen Veränderungen im Bezirksvorstand bis hin zum Online-Spielbericht. Mit Helmut Dolderer (Bezirksspielleiter), Reinhold Lange (Sportgericht), Rainer Winkler (Freizeit/Breitensport), sowie Richard Armbruster (Ehrenamt) wurden vier Positionen neu besetzt. Nachdem sich drei Mannschaften vom Spielbetrieb abgemeldet haben nehmen nur noch 187 Vereine teil.

Dazu kommen die Einführung des Lastschriftverfahrens anstatt der Gebührenmarken; Nichtantritte führen generell zu einem Spoprtgerichtsverfahren. Trikotwerbung bei Erstantrag ist künftig unbefristet und es wird die Einführung eines Zweitspielrechts geben. Und ab der Saison 2013/2014 wird auch in den unteren Klassen der Online-Spielbericht kommen.

 
 
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