Calw Den Folgen des Schwimmbadsterbens entgegenwirken

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Susann Lutz bringt ab Donnerstag in ihrer Schwimmschule in Calw Kindern das Schwimmen bei. Foto: Störzer Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Sonja Störzer

Calw-Hirsau. Das Schwimmbadsterben im Calwer Umfeld – zuerst die endgültige Schließung des Carl-Schmid-Hallenbads in Calw und nun die langwierigen Renovierungsarbeiten am Hallenbad in Althengstett (wir berichteten) – bringt schwerwiegende Folgen mit sich. Kindern wird beinahe schon die Möglichkeit genommen, schwimmen zu lernen.

Große Nachfrage

Susann Lutz möchte dieser Entwicklung entgegenwirken. Ab Donnerstag, 18. Februar, bietet die 22-Jährige Schwimmkurse für Kinder im Zentrum für Psychiatrie Nordschwarzwald in Hirsau an. In den Kursen ihrer AquaFUN-Schwimmschule sind noch wenige Plätze frei. 21 Anfänger ab fünf Jahren sind derzeit angemeldet und drei Kleinkinder, die zwischen zwei und drei Jahre alt sind. "Die Schwimmschulen, die ich kenne, sind generell voll. Es besteht eine große Nachfrage. Teilweise werden sogar Plätze verlost", weiß sie.

Lutz ist schon seit ihrem dritten Lebensjahr Mitglied im Schwimmverein des VFL Nagold. "Von Urlauben habe ich mehr Unterwasser-Erinnerungen als sonst etwas", lacht die Schwimmlehrerin. "Mein Papa nennt mich Delfin." Dafür hat er auch einen guten Grund. Ihre Ausbildung zur Fachangestellten für Bäderbetriebe hat Lutz 2012 erfolgreich abgeschlossen. "Theoretisch könnte ich jetzt eigenständig ein Bad leiten."

Stress fällt ab

"Wenn ich unter Wasser tauche, ist alles still, dumpf und der Stress fällt für einen Moment lang ab", schwärmt Lutz. Dieses Gefühl möchte sie den Schwimmanfängern vermitteln. "Sie sollen gerne ins Wasser gehen." Ihrer Erfahrung nach sind Kinder ab fünf Jahren so weit, dass sie die motorischen Bewegungen von Armen und Beinen koordinieren können. "Bei mir hat aber sogar mal ein Kind mit drei Jahren das Seepferdchen gemacht."

Auch in Stuttgart gibt Lutz Schwimmunterricht, teilweise bereits für Babies. "Hier geht es jedoch mehr um die Koordination, die Motorik und die Eltern-Kind-Bindung", klärt die Schwimmlehrerin auf.

Rollstuhlfahrern und Menschen mit Down-Syndrom hat sie schon das Schwimmen beigebracht. "Bei Erwachsenen ist es meistens eine Kopfsache, wenn sie nicht schwimmen können. Man muss sie langsam ranführen." Von der alten Schule, bei der es "rein und jetzt schwimm" hieß, hält sie überhaupt nichts. "Um die Zeit im Wasser genießen zu können, muss man das Element beherrschen", lautet ihre Philosophie.

Weitere Informationen: Susann Lutz gibt unter Telefon 0176/57 81 78 73 Auskunft. Informationen lassen sich zudem unter www.aquafun-schwimmschule.de finden.

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