Calw Alles klar fürs Public Viewing
Hans-Jürgen Hölle, 14.05.2012 09:30 Uhr
Am Unteren Ledereck darf gejubelt werden – wenn Deutschland gewinnt. Foto: SB-Archiv
Calw - Heute in vier Wochen trifft Deutschland bei der Fußball-Europameisterschaft in Gruppe B in seinem ersten Spiel auf Portugal, danach folgen die Niederlande und Dänemark. Wer will, kann sich diese Spiele auf Großbildlandwand am Unteren Ledereck ansehen. Und hoffentlich noch viel mehr.
Aber das Public Viewing, also das öffentliche Gruppengucken, das von der Veranstaltungsagentur X-Events organisiert wird, ist vorsichtshalber zunächst einmal nur auf die Gruppenphase ausgerichtet. Mit im Boot: Calwer Wirte. Zwar nicht in ihrer Gesamtheit, also in Form der unlängst gegründeten Wirtegemeinschaft. Mindestens acht Gastronomen haben gestern Nachmittag definitiv zugesagt, sich an den rund 5000 Euro Fixkosten für den Bildschirm zu beteiligen. Weitere haben ihr Interesse schon signalisiert. Andere dürfen gerne noch dazustoßen.
Trotz höherer Temperaturen ging es gestern Nachmittag nicht mehr ganz so hitzig zu wie ein paar Tage zuvor. Damals hatten sich die anwesenden Wirte letztlich einstimmig dafür ausgesprochen, sich beim Public Viewing nicht mehr zu beteiligen. "Weil uns nicht schlüssig erläutert wurde, welches Risiko wir eingehen", meinte im Gespräch mit unserer Zeitung ein Gegner dazu.
"Ein Restrisiko gibt es immer". betonte Frank Ockert von X-Events beim jetzigen Treffen. Mit der Stadt, so erläuterte er im Gespräch mit unserer Zeitung, sei mittlerweile alles geklärt. OB Ralf Eggert freue sich auf das Ereignis. Die zuständigen Behördenleiter würden auf Hochtouren arbeiten, damit alles reibungslos vonstatten gehen kann. Auch die Wirte die mitmachen, müssen noch ihre Hausaufgaben machen und untereinander abklären, wie das Catering abgewickelt werden soll. Immerhin rechnet der Veranstalter mit 1500 Besuchern, wie er unlängst im Bau- und Umweltausschuss erläutert hatte, wo die Idee ebenfalls begrüßt worden ist.
"Heute heißt es entweder hü oder hott", betonte Thomas Peter, der in der neuen Wirtegemeinschaft der Sprecher der Speiselokale ist. Wenn man das Public Viewing jetzt nicht durchziehen würde, wäre der Schaden hernach groß. Dann würde es heißen, auch die Calwer Wirtevereinigung bringe nichts auf die Reihe. "Lasst uns das jetzt durch- und danach ein Resumee ziehen", so Peter. Es sei ja nicht auszuschließen, dass das Public Viewing zu einem Erfolg wird. Dann könnte man auch an weitere Veranstaltungen dieser Art denken. Und wenn nicht, könnten die beteiligten Wirte das sicher ertragen. Untergehen würden sie nicht. Andere stimmten ihm in diesem Punkt zu.


