Burladingen Wehr ist im Ort wichtige Einrichtung

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Gesamtkommandant Ilija Pilic (links) und Kommandant Ralf Riehle (rechts) sowie Ortsvorsteher Erwin Staiger (zweiter von links) mit den Beförderten und Geehrten Daniel Riehle, Philipp Kugler, Bernhard Nerz, Corinna Gebauer und Johannes Walter Hamm (von links). Foto: Bender Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Vera Bender

Neben Rückblick, Beförderungen und Ehrungen war bei der Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Hausen am Freitagabend der Feuerwehrbedarfsplan das alles entscheidende Thema.

Burladingen-Hausen. Der Feuerwehrbedarfsplan der Gesamtstadt Burladingen ist aufgestellt und wurde dem Feuerwehrausschuss und den Gemeinderäten auch schon vorgestellt – nicht öffentlich. Genau dieser Umstand verärgerte den Hausener Kommandanten Ralf Riehle, dass man nicht öffentlich darüber diskutieren dürfe und erst nach Beschlussfassung durch den Gemeinderat, der dafür eigens in Klausur gehen will, bei der Versammlung der Gesamtwehr am 2. April eine öffentliche Bekanntmachung stattfinde. Diskutiert wurde am Freitagabend im Hausener Gerätehaus dennoch. Die Sorge, die Killertalwehren könnten zusammengelegt werden, ist unter den Kameraden groß. Gesamtkommandant Ilija Pilic konnte die Feuerwehrleute etwas beruhigen, zumal er selbst ein Verfechter der dezentralen Wehr ist. Denn finanzielles Einsparpotenzial gibt es seiner Auffassung nach nicht.

Alle zehn Wehren der Gesamtstadt seien bestens mit Fahrzeugen, Gerätehäusern und Material ausgestattet. Vielmehr stellte Pilic die rhetorische Frage: "Welche Sicherheit möchten wir den Bürgern der Stadt zur Verfügung stellen?" Man dürfe nämlich laut Pilic die großen Flächenlagen nicht außer Acht lassen.

Bei Katastrophen wie Sturm, Hochwasser oder Schneebruch sei eine dezentrale Struktur von großem Vorteil. "Aus heutigem Standpunkt wäre es verrückt, etwas zu schließen. Vielleicht irgendwann. Ich habe keine Glaskugel", äußerte der Gesamtkommandant und Stadtbrandmeister.

"Ist eine Abteilung mit 30 Mann mehr wert als eine mit 18 Mann?", fragte Kommandant Riehle in die Runde. Immerhin sei nicht die Mannschaftsgröße sondern der Ausbildungsstand ausschlaggebend. Und zwischen den Feuerwehrleuten ging am Freitagabend das Gemurmel los, man müsse sein Ehrenamt nochmals überdenken, falls Zusammenlegungen von einzelnen Abteilungen ins Haus stünden.

Fünf Einsätze im Jahr 2015 bewältigt

Auch wenn Pilic kein "Kirchturmdenken" hat und er die 247 Mann in zehn Abteilungen als "schlagkräftige Truppe" bezeichnete, so fühlen sich die einzelnen Feuerwehrleute eben ihrem eigenen Ort verbunden. "Die Feuerwehr in unserem Ort ist eine wichtige Einrichtung", bekräftigte auch Ortsvorsteher Erwin Staiger in seiner Rede.

Der Einsatz bei Veranstaltungen der Gemeinde sei nicht selbstverständlich: Maibaumstellen, Altpapiersammlung, Umweltaktionstag, Volkstrauertag und vieles mehr wäre ohne die Feuerwehrabteilung nicht denkbar. Außerdem wurde die Abteilung Hausen in 2015 zu fünf Einsätzen gerufen, welche glücklicherweise meist glimpflich verliefen.

15 Proben absolvierten die Floriansjünger und veranstalteten einen gut besuchten Tag der offenen Tür: Fahrzeugbrände, Fettbrände, die Handhabung von Feuerlöscher und Löschdecke und vieles mehr gehörten mit dazu.

In der Einsatzabteilung zählt man in Hausen 17 Mann, in der Jugendabteilung elf Jugendliche und in der Altersabteilung fünf Mann. Zu ihnen gehört inzwischen auch Bernhard Nerz, der nach 40 Jahren sein Amt als Kassierer aufgab und von Kommandant Ralf Riehle und seinem Stellvertreter Benjamin Riehle entsprechend geehrt wurde. Ein Nachfolger muss vom Ausschuss gewählt werden.

Ehrungen für treue Mitglieder stehen an

Weitere Ehrungen stehen für Johannes Walter Hamm für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft beim Ehrungsabend der Stadt im nächsten Jahr an, und vom Kreisfeuerwehrverband sollen Hubert Kloß, Harry Pflumm und Norbert Haiber für 30 Jahre das Ehrenzeichen erhalten. Von Seiten der Stadt Burladingen stehen Ehrungen für Hans-Peter Girra (25 Jahre) und Simon Riehle (zehn Jahre) an.

Befördert wurden indes Jugendleiterin Corinna Gebauer zur Oberfeuerwehrfrau sowie Schriftführer Philipp Kugler und Daniel Riehle zum Hauptfeuerwehrmann.

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