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Burladingen Huskys und Elchhunde auf Hasleberg

Schwarzwälder-Bote, vom 02.02.2012 08:04 Uhr
Der Freudenstädter Verein "Nothilfe für Polarhunde" hat Pläne, in Gauselfingen eine Auffangstation für nordische Hunde (im Bild ein Husky) zu errichten. Foto: Archiv
Der Freudenstädter Verein "Nothilfe für Polarhunde" hat Pläne, in Gauselfingen eine Auffangstation für nordische Hunde (im Bild ein Husky) zu errichten. Foto: Archiv
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Burladingen-Gauselfingen - Der Freudenstädter Verein "Nothilfe für Polarhunde" will in Gauselfingen eine Auffangstation für nordische Hunde errichten. Standort soll der "Klepperteil" bei der Reitanlage Elmer sein.

Das Gauselfinger Gremium zeigt sich nicht besonders erfreut, dass direkt neben dem Sportplatz eine Hundeauffangstation eines Freudenstädter Vereins entstehen soll. Der Verein "Nothilfe für Polarhunde" hat schon mehrere Anläufe zum Erwerb von Immobilien für eine Auffangstation gestartet. War aber bislang nirgends willkommen. Versuch in einem Stadtteil von Loßburg riefen massive Bürgerproteste hervor. Ähnlich erging es dem Verein in der Nähe von Horb.

Rechtlich wird für die Gauselfinger wohl nichts zu machen sein. Für den Bereich "Im Klepperteil" besteht ein rechtsgültiger Bebauungsplan und das Vorhaben entspricht laut Prüfung durch das Landratsamt auch den festgelegten Leitlinien. Die Bauvoranfrage der "Nothilfe für Polarhunde" war dem Gauselfinger Ortschaftsrat deshalb auch nur zur Kenntnisnahme vorgelegt worden. Zu entscheiden gab es da nichts. Ortsvorsteher Rudi Kanz will nun aber doch mit dem Vereinsvorsitzenden im Schwarzwald Kontakt aufnehmen. Der Verein aus Freudenstadt soll übrigens schon mehrfach im Raum Burladingen auf der Suche nach einem geeigneten Platz für seine Auffangstation gewesen sein.

Die "Nothilfe für Polarhunde" kümmert sich bevorzugt um nordische Hunderassen. Dazu zählen: Schlittenhunde (Alaskan Malamute, Grönlandhund, Samojede, Siberian Husky); Nordische Jagdhunde (Elchhund, Finnenspitz, Laika-Rassen); Nordische Hütehunde (Buhund, Vallhund, Lapphund), Japanische Hunderassen (Akita Inu, Shiba Inu). Meist handelt es sich bei den aufgenommenen Hunden um "Second-Hand-Hunde" mit ganz unterschiedlichen, manchmal auch weniger guten Vorerfahrungen. Der Verein vermittelt nicht in Zwinger- und Kettenhaltung.

Die "Nothilfe für Polarhunde" finanziert seine gesamte Arbeit nur aus privaten Spenden und verfügt über keinerlei Hilfe aus öffentlicher Hand. "Die Nothilfe für Polarhunde" ist ein Tierschutzverein, dessen Mitglieder sich besonders für nordische Hunde in Not einsetzen. Nach eigenen Angaben hat der Verein seit 1995 schon hunderte von gequälten, misshandelten, falsch gehaltenen oder aus anderen Gründen heimatlos gewordene Hunden in ein neues Zuhause vermittelt.

Im Internet schreibt der Verein: "Wir suchen für unsere Sorgenkinder Menschen, die sich mit ihrem Kameraden sportlich (keinen Rennsport) betätigen, die Tiere voll in die Familie einbinden und nicht im Zwinger (Isolations- und Einzelhaft) abstellen."

Weiter heißt es dort: "Alle unsere Pflegestellen platzen aus den Nähten, daher sind wir dringend auf unsere Auffangstation für die Ärmsten der Armen angewiesen, wo sie in Sicherheit betreut werden und in Ruhe auf ihre neue Familie warten können."

Kommentare (6)
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FEB
09
11:05 Uhr, geschrieben von Kayla
Gebt Ihnen eine Chance!
Auch wir haben unseren Alaskan Malamute von der NfP. Sie ist ein sogenannter „second hand“ Hund und niemand weiß was in den, damals, vergangenen (geschätzt) ca. 3 Jahren vor ihrem Fund war. Da ich mit Hunden aufgewachsen bin, jedoch sehr wenig Ahnung von Nordischen hatte, beschäftigten wir uns fast ein halbes Jahr mit Informieren über diese Hunde. Auch bei unserem ersten Besuch auf der damaligen „Station“ erklärte man uns noch sehr viel über die besonderen Eigenschaften dieser Hunde, was wir sehr zu schätzen wussten. Bei der NfP lebt man nicht nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn“ sondern steht auch noch später jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung. Wie viele Hunde werden irgendwann einmal angeschafft und später, aus welchen Gründen auch immer, abgegeben. Dass die örtlichen Tierheime überquellen ist wohl jedem Bekannt und warum soll man dann einem Verein, der sich um die Vermittlung speziell solcher Tiere kümmert eine solche Chance verweigern. Wir hoffen, dass die Gemeinde Burladingen - Gauselfingen diesem Verein eine Chance gibt, denn er hat es durch seine aufopfernde Arbeit mehr als verdient.
FEB
07
18:37 Uhr, geschrieben von Sabine Grübl
Endlich!
Verfolge das Ganze schon recht lange, da ich meinen Hund von diesem Verein habe und nur Gutes darüber sagen kann. Man möchte meinen, es sollte eine Kläranlage oder ein AKW errichtet werden - sowas will auch niemand in der Nähe, aber billigen Strom/Entsorgung seines Drecks hat man schon gern... Mit dem Tierschutz ist es ähnlich - toll, wenn sich wer drum kümmert und man Bello beruhigt abgeben kann, wenn's nötig ist, aber bitte nicht in meiner Nähe. Was soll außerdem an Polarhunden gefährlich sein? Sie sind an sich sanfter als so manche andere Hunderassen - und auch keine Dauerkläffer-, und auch ich könnte mit meinem gutartigen Al. Malamute Skeptiker gern vom Gegenteil überzeugen. Bitte gebt dem Verein eine Chance!
FEB
07
17:14 Uhr, geschrieben von Pinselhuhn
ach wie wäre das schön
Ich fände es sehr erfreulich, wenn die Nothilfe endlich das OK bekäme für ihr Vorhaben :-) . Darüberhinaus kann ich auch nicht verstehen, warum man damit nicht einverstanden ist, wenn dort so etwas Gutes entsteht! Das was der Verein da macht ist super, und ich stehe ganz und gar dahinter, und wer mir nicht glaubt, kann auch von meinen Nordischen gerne vom Gegenteil überzeugt werden! Liebe Grüße...B.B.
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