
Burladingen (hp). Seit Monaten bereiten sich die Burladinger Fasnetsspieler auf ihren Auftritt am Samstag, 4. Februar, vor. Gespielt wird bei der siebten Auflage nach der Wiederbelebung des Fasnetsspiels das Stück "Die Pfarrausschusssitzung". Premiere hatte das Fasnetsspiel in Burladingen vor weit mehr als 100 Jahren.
Die Akteure auf der Bühne sind die selben wie die Jahre zuvor. Klaus Denuel als der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Done, Josef Entreß als sein Stellvertreter Eugen, Robert Kramer als Maria aus der Vorstandschaft des Frauenbundes, Hubert Pfister als Pfarrgemeinderatsmitglied Willi, Michael Mauz als dessen Ehefrau Lena, Johannes Holzer als Kirchenchormitglied Gustav und Bernhard Schmid als Pfarrgemeinderat Vitus. Das Gremium ist damit beschäftigt, die 500-Jahrfeier der Pfarrei St. Gambrinus zu planen. Dass der Pfarrer nicht da ist, macht die Sache nicht einfacher. Die streitbare Gesellschaft gerät sich des öfteren in die Haare, wenn die eigene Ehrenkäserei dem Gelingen der Veranstaltung im Wege steht.
So richtig in die Gänge kommen will die Sitzung jedenfalls nicht, auch wenn deren Vorsitzender Done sich redlich bemüht. Und dann ist da noch die Brenninger-Rosa, die ein ums andere Mal zu ungünstigster Zeit anruft und nicht glauben mag, dass der Pfarrer nicht da ist.
Los geht der Umzug zum Fasnetsspielwagen in der Josengasse um 14.30 Uhr. Danach glossiert Läufer Johannes Leibold das Burladinger Geschehen ehe der Zweiakter aufgeführt wird. Gespielt wird bei jedem Wetter, der Eintritt ist frei, die Kassenbuben nehmen eine Spende gerne entgegen und händigen den diesjährigen Flyer mit alten und neuen Bildern aus.
Wie die Jahre zuvor sind die Besucher eingeladen in altem Häs zu erscheinen. Nach dem Fasnetsspiel wird die "Hochzeitsschenke" in einer großen Pfanne gebraten und an die Gäste kostenlos ausgegeben. Danach wird in der Zunftstube, den Besenwirtschaften und den Gaststätten bis in die Nacht hinein gefeiert.