Von Hubert Pfister

Burladingen-Hörschwag. Zu Gast in Hörschwag waren die Theaterfreunde aus Trochtelfingen. Sie zeigten im Bürgerhaus das Theaterstück "Liaber an Ma als gar koin Ärger".

Das Bürgerhaus war fast ausverkauft, als die Theaterfreunde loslegten. Die Besucher hatten jede Menge zu lachen, und die Schauspieler waren glänzend aufgelegt.

Im Mittelpunkt stand die Familie Fetzer, in deren Wohnzimmer im Sommer noch der Weihnachtsbaum steht. Die Wohnung versinkt im Chaos, denn Emil, gespielt von Ecki Geisse, hat mit seinem Kumpel Oskar, gespielt von Herbert Rau, um 30 Liter Bier gewettet, dass sein Baum länger hält.

Plötzlich keimt bei Emil und seiner Frau Berta (Sabine Hack) aber der Verdacht auf, dass die Silberhochzeit bevorsteht. Genau lässt sich das Datum nicht mehr feststellen. Die Urkunde ist nicht zu finden, der Ring geht nicht vom Finger, und auch Oswald, der den "Fehler seines Lebens" im selben Jahr gemacht hat, weiß nur noch, dass es damals Schaschlik zu essen gab.

Berta und Oswalds Frau Helga (Anja Müh) wollen trotzdem groß feiern. Während sie Geschenke für ihr Durchhaltevermögen erwarten, sind ihre Männer der Meinung, ein Marmorkuchen und eine Tasse Kaffee seien ausreichend. Als die reiche Erbtante Edith (Susanne Klingenstein) aus Amerika ihren Besuch ankündigt, bricht im Hause Fetzer Panik aus. Schließlich hat Berta in ihren Briefen an die Tante das Familienleben immer so dargestellt, wie sie es sich erträumt hat: Sohn Stefan (Andre Schiffner), der seine Schlosserlehre gerade so geschafft hat, praktiziert angeblich erfolgreich als Zahnarzt, und statt mit Oswald und Helga verkehrt man in besseren Kreisen.

Mit Hilfe der Nachbarin Klara (Conny Geisse) und Stefans angeblicher Verlobter (Lena Rau) wird für Tante Edith ein Schauspiel inszeniert, was aufgrund fehlender Manieren aber nicht immer reibungslos klappt. Bevor Emil sich seines Erbes sicher sein kann, hat er einige Bedingungen der Tante zu erfüllen. Als die Silberhochzeit aber so gefeiert wird, wie Berta es sich immer erträumt hat, schließt sie Frieden mit ihrem Emil und hat für alle sogar noch eine faustdicke Überraschung parat.

Für die Regie war Gabriele Eisele verantwortlich, als Souffleuse agierte Gerlinde Betz, die Maske lag in den Händen von Traude und Dirk Müh, die Bühnentechnik war Sache von Ewald Heinzelmann und Andre Schiffner, und um Licht und Ton kümmerte sich Dennis Geisse.