Burladingen Der Ort könnte energieautark sein

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Bald könnten, nicht nur wie hier auf dem Himmelberg bei Melchingen, noch weitere Windräder auf der Burladinger Gemarkung stehen. Die Pläne sollen jetzt dem Landratsamt vorgelegt werden. Foto: Rapthel-Kieser Foto: Schwarzwälder-Bote

Burladingen  (eri). Nach viereinhalb Jahren der Planung in Sachen Windkraft machte der Gemeinderat jetzt einen der entscheidenden Schritte und fasste den Wirksamkeitsbeschluss. Damit können die Pläne dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt werden und der Tag, an dem Burladingen mit Vermietung von Flächen für Windkraftanlagen Geld verdient, scheint nicht mehr fern.

Übrig geblieben sind von den einst anvisierten 384 Hektar nur noch 72, sie liegen in der "Küche" bei Hermannsdorf, eine im "Ringelstein" zwischen Ringingen und Burladingen und im Gebiet "Telle" zwischen Stetten und Melchingen. Nach und nach schieden immer mehr aus. Entweder wegen des roten Milans, aus wasserschutzrechtlichen Gründen oder weil es Hanglagen waren.

Außerdem waren sich die Burladinger Räte einig, dass die Anlagen einen Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung haben sollen, das Gesetz sieht lediglich 700 Meter vor. Die Einwände, die der Luftsportverein Degerfeld wegen des nahe gelegenen Flugplatzes gegen das Projekt auf der Küche hatte, konnte Ingenieur Klaus Grossmann entkräften. Denn die Luftfahrtbehörde, die Deutsche Flugsicherung und auch die Bundeswehr haben mögliche Windkraftanlagen in der Küche bei Hermannsdorf durch gewunken.

Planer Grossmann, dessen Ingenieurbüro den langwierigen Prozess begleitet hatte, wartete dann noch mit einer Überraschung auf: Die zehn bis 13 Windkraftanlagen, die auf diesen Flächen Platz hätten würden, rein rechnerisch, Burladingen energieautark machen. Denn sie würden so viel Energie produzieren, wie die Einwohner und Industrie eingerechnet in etwa verbrauchen. Damit, so hofft der Gemeinderat, sei der Forderung des Landes an die Kommunen, der Windenergie "substanziell Raum zu verschaffen" genüge getan.

Auch, weil Burladingen damit 5,1 Prozent seiner Fläche im Teilflächennutzungsplan Windkraft berücksichtigt. Die Planungen haben, das machte Bürgermeister Harry Ebert deutlich, nicht nur annähernd fünf Jahre gedauert, sie haben die Stadt bislang auch rund 80 000 Euro gekostet.

Geld, das bald in den Stadtsäckel zurückfließen könnte. Denn die Anfragen von Interessenten, die Windkraftanlagen betreiben wollen, so der Stadtchef, füllten im Rathaus bereits zwei DIN-A4-Ordner.

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