Von Georg Kaletta

Brigachtal. Der Sanierung des Rathausplatzes und der Treppenanlage zur Marbacher Straße hin steht nichts mehr im Weg. Der Gemeinderat vergab die Tiefbau- und Pflasterarbeiten, die im Frühjahr 2013 erfolgen sollen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 141 800 Euro.Nachdem sich der Gemeinderat in den vergangenen Monaten mehrmals mit dem reichlich Diskussionsstoff liefernden Sanierungsvorhaben beschäftigte, wurde mit der Vergabe der Tiefbau- und Pflasterarbeiten an die Firma Meyer aus Villingen-Schwenningen für die Angebotsumme von 91 500 Euro der Schlusspunkt gesetzt.

Entwässerungsrinnein Summe enthalten

In der Summe ist der Einbau einer zusätzlichen Entwässerungsrinne enthalten. Diese trägt den Stempel "Vorsichtsmaßnahme", da laut Ortsbaumeister Alexander Tröndle bei Starkregen eine ohnehin geplante Rinne mit 56 Prozent ausgelastet sei. Selbst wenn bei Frost der östliche Hang kein Wasser aufnehmen kann, würde die Auslastung bei 95 Prozent liegen, und damit immer noch ausreichend sein, erklärte er.

Zum Zwecke der Aufwertung des Platzes mit ­Beleuchtungskörpern in Form von asymmetrischen Boden­strahlern, Wand- und ­Säulenleuchten, einigen ­Spielgeräten, Pflanzarbeiten, Bauhof­leistungen und ­Nebenkosten wurden 50 300 Euro im ­Haushaltsplan veranschlagt.

Für das Erscheinungsbild des neugestalteten Platzes wäre es nachteilig, wenn die alte Bogenlampe an der Allerheiligenkirche erhalten bleibt, meinte Joachim Eichkorn. "Wir werden das an die Pfarrgemeinde weitergeben", erwiderte Bürgermeister Michael Schmitt.

Platz verändertseinen Charakter

Sicher ist, dass der Platz im nächsten Jahr seinen Charakter verändern wird, denn statt der vorhandenen Granitsteine soll er ein rötliches Betonpflaster erhalten. Die Mehrheit der Ratsmitglieder sah in den vorhergegangenen Sitzungen die Verwendung des Betonpflasters wegen seiner besseren Begehbarkeit als vorteilhaft an. Zudem spielte der Preis für das Belagmaterial eine gewichtige Rolle. Wenn man einer gleichartigen Pflasterung bei der Verwendung von deutschen Granitsteinen den Vorzug gegeben hätte, wäre der Kostenaufwand bei 368 000 Euro gelegen.

Selbst bei asiatischen Steinen aus fairer Produktion wäre unter dem Strich die Summe von 208 000 Euro ­gestanden.