Brigachtal Ortsentwicklung gen Osten

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Brigachtal (js). Ein zentrales Gewerbegebiet beim Steinbruch mit rund zehn Hektar Fläche, weitere Wohngebiete und eine Ortsumfahrung, die als Ost-Tangente Richtung B33 verlaufen würde – das ist die Zukunftsvision, mit der sich der Gemeinderat in seiner ersten Sitzung im Jahr 2016 befasste.

Nachdem der Gemeinderat letztes Jahr eine Fortschreibung der Gemeindeentwicklungsstudie aus dem Jahr 2011 in Auftrag gegeben hat, präsentierten die Städte- und Verkehrsplaner nun die Ergebnisse ihrer umfassenden Recherchen. Zentrales Thema: die Ortsumfahrung, die neben der Erschließung von Wohn- und Gewerbeflächen ein wesentlicher Punkt der Entwicklung in den nächsten 15 Jahren sein wird. Ein Merkmal des Entwicklungsplans ist, dass sich sowohl die Gewerbe- als auch die Wohngebietsflächen im Osten rund um den Steinbruch herum konzentrieren würden. Bereits heute lägen der Gemeinde zahlreiche Anfragen bestehender Firmen vor, die weiteren Flächenbedarf angemeldet haben.

Eine verstärkte Ansiedlung im Osten mache es erforderlich, dass die Gebiete auch verkehrlich erschlossen werden. Die Ost-Tangente sei auch deshalb eine sinnvolle Lösung, weil sie schrittweise umgesetzt werden könnte und sich bereits diese kleineren Schritte auf das Verkehrsaufkommen im Ort auswirken würden, so der Verkehrsplaner Rainer Neumann von Modus Consult in Ulm. Vor allem in der Hauptstraße und in der Marbacher Straße sei mit einem Rückgang des Verkehrsaufkommens zu rechnen. Nur in der Essey-les-Nancy-Straße würde es leicht ansteigen. Mit rund 400 Fahrzeugen mehr in 24 Stunden müsse gerechnet werden.

Schmitt: "Wir müssen Zahlen liefern."

Für die Marbacher Straße und die Hauptstraße könne mit einem starken Rückgang der Verkehrsbelastung gerechnet werden. Zwischen 3200 und 4500 Fahrzeuge weniger in 24 Stunden – so die Schätzungen. Allerdings seien dafür weitere Maßnahmen erforderlich wie der Bau eines Kreisverkehrs an der Ortseinfahrt Kirchdorf und Tempo 30 in der gesamten Hauptstraße.

Im nächsten Schritt müsse nun in einer Machbarkeitsstudie überprüft werden, ob die Ost-Tangente so umsetzbar ist. Die Gemeinderäte stimmten den Entwürfen zu. Lothar Bertsche sei überzeugt davon, dass wenn sich das Gewerbe in Brigachtal weiterentwickeln soll, dann im Osten und in Richtung B33. Er sprach sich zudem dafür aus, dass in Zukunft kein "Stückwerk" mehr betrieben werden solle, sondern ein zusammenhängendes Gebiet. "Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind und auch Entwicklungen für die kommenden Generationen schaffen", sagte er. Wichtig sei, dass auch der Kreis und das Land mit ins Boot geholt werden, schließlich sei das gesamte Vorhaben eine kostenintensive Sache.

Die West-Tangente, die von den Planern als Erstes unter die Lupe genommen wurde, wurde auf rund 45 Millionen Euro geschätzt. Bürgermeister Michael Schmitt hofft, dass die Ost-Tangente günstiger zu realisieren wäre. Denn das Thema Hochwasser und der Bau von Brücken wäre bei den neuen Plänen nicht erforderlich. Die neue Machbarkeitsstudie sei unumgänglich, um Kosten schätzen zu können. "Wir müssen Zahlen liefern, um dem Land etwas vorlegen zu können", argumentierte er.

  
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