
Von Georg Kaletta
Brigachtal/VS-Marbach. Ein gemeinde-, konfessions- und generationenübergreifendes Angebot könnte mit der Einrichtung eines "Programmcafés" entstehen.Das Konzept dazu stellten bei der Pfarrgemeinderatssitzung der katholischen St. Martinsgemeinde Anita Neidhardt-März, Leiterin der Diakonie im Schwarzwald-Baar-Kreis, und Pfarrerin Bettina von Kienle von der evangelischen Matthäusgemeinde vor. Sie hatte dazu auch die Idee.
Den Impuls, etwas Neues ins Leben zu rufen, das zur Verzahnung der Generationen und dem bürgerschaftlichen Engagement beiträgt, habe ihr die Neujahrsansprache von Bürgermeister Michael Schmitt gegeben. Ein weiterer Anlass war, dass sich das allwöchentlich im evangelischen Gemeindehaus angebotene "Mittagessen in Gesellschaft" zu einem Erfolgsmodell entwickelt habe. Durchschnittlich nehmen 40 Personen aus allen Altersschichten, Berufsgruppen sowie Ruheständler daran teil, erzählte die Pfarrerin.
Deutlich machte sie, dass das Projekt Programmcafé nicht den Anstrich "alt und einsam" haben, sondern Lust auf Gemeinschaft für Jung und Alt machen soll. Da Montagnachmittag das Marbacher Gemeindehaus frei sei, schlug sie vor, die Treffen dort abzuhalten. Ein derartiges Projekt gibt es in der Region schon, das auf dem besten Weg sei, sich zu etablieren, ließ Anita Neidhart-März die Ratsmitglieder wissen.
Zur Umsetzung in den Gemeinden Brigachtal und Marbach müsste zunächst ein Förderantrag für die Laufzeit von drei Jahren gestellt werden. Bei der Bewilligung könnte im Oktober damit gestartet werden. Inhaltlich würde das Projekt vorsehen, dass vier Zusammenkünfte im Monat stattfinden, eine davon mit Programm und Bewirtung. Ein hauptamtlicher Ansprechpartner würde seitens der Diakonie gestellt. Ideal wäre, wenn sich auch Bürger aus den Gemeinde bereit fänden, sich in eine Projektgruppe einzubringen und dadurch zur Programmgestaltung beitragen.
Ziel sei, dass alles von innen heraus wachse, und auch die Teilnehmer an den Veranstaltungen zu einem vielfältigen Angebot beitragen. Schließlich sei jeder auf einem Gebiet bewandert, habe Talente, oder könne zum Beispiel musikalisch zu einem unterhaltsamen Nachmittag beitragen.
Bürgermeister Michael Schmitt meinte, dass die Gemeindegrenzen keine Rolle bei solch einem Angebot spielen sollten, zumal diese auch nicht bei den Kirchen bestehen. Zudem könne man bei Bedarf auch mal die Veranstaltungsorte wechseln. Vom Grundsatz her sollte man für Angebote zur Förderung der Gemeinschaft offen sein, so Schmitt.
Diese Ansicht vertrat auch die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Inge Häßler, die ankündigte, dass man sich bei der kommenden Klausurtagung intensiv mit dem Thema beschäftigen werde, sodass alsbald eine Entscheidung getroffen werden könne.