
Brigachtal - "Feiern, bis die Brigach bergauf fließt und der Bär auf dem Kreisverkehr steppt!" So wurden das närrische Publikum zum großen Ball des FC Klengen begrüßt.Und schon ging in der voll besetzten Halle die Post ab. Die Akteure waren für ihre Auftritte bereit und konnten kaum erwarten, dass sich der Vorhang öffnete. "Nach dem Finale sagen wir ade", kündigten die beiden langjährigen Ansager Timo Oberföll und Alexander Sohm an und ließen folglich ein letztes Mal ihre flotten Sprüche los, die ihnen Reinmund Weißmann getextet hatte. Dabei versicherten sie, dass sie nicht, wie vielleicht gedacht, "Wetten dass" übernehmen werden, obwohl sie schon davon geträumt haben, einmal auf den großen Bühnen der Welt zu stehen.
Was sie für die Klengener Bühne ansagten, konnte sich durchaus hören und sehen lassen. Dies waren zunächst die Frauen der Damengymnastik des FC Klengen, die mit Lackschuhen und weißen Perücken erst ganz graziös zu Mozarts kleiner Nachtmusik, dann voll Power bei "Rock me Amadeus" tanzten. Die Regie hierfür hatte Anna Merkle. Unter der Leitung von Stephanie Löffler und Marina Bucher wirbelten die "Brigachfunken" über die Bühne. "Matrosen! Deck schrubben!" hieß es danach und leichtfüßig, mit Schrubber bewaffnet, machten sie die jungen Mädchen der LTG Brigachtal an die Arbeit. Schnell war zu spüren, dass sie viel lieber tanzten, als das Deck zu reinigen. "Früher wurden beim FC 90 Minuten lang Tore geschossen, heute wird 90 Minuten lang diskutiert", stellte der "Jugendpaule" fest, den Paul Weich darstellte. Vieles verglich er mit heute und früher und wie man es von ihm gewohnt war, würzte er seine scharfsinnigen Monologe mit herzhaften Witzen. Die Spieler der A-Jugend ließen die jungen Mädchen zum Kreischen bringen, als sie über die Bühne rockten und die "Taktlosen" präsentierten. Sophia Bucher, Justine Albrecht und Philipp Bucher hatten diese Nummer mit ihnen einstudiert. Erstmals trat beim FC Klengen die Tanzgruppe "Anonymous" auf und zeigte mit einem flotten Tanz, wie es auf einer Baustelle zugehen könnte. Die Leitung hatten Manuela Henn und Isabel Röckl.
Wesentlich ruhiger und gemächlicher zeigten sich die Alten Herren als die "Glorreichen Sieben". Mit witzigen Körper-Proportionen, die Hand griffbereit am Colt, servierten sie einen Linedance, einstudiert von Martin Hirt. Mit einer raffinierten Zaubershow, angekündigt von "Flori Tafelsilber", verblüfften die Aktiven ihr Publikum und so mancher staunte, wie "Uri Geller", alias Andreas Turina, auf der Bühne durch Panzerglas verschwand, wieder herauskletterte, ohne es zu beschädigen und dann wieder vom Eingang kommend munter durch die Halle lief. Gekrönt wurde diese Nummer mit heißen Tänzen, die das närrische Volk von den Stühlen riss. Einstudiert wurde diese Nummer von Carolina Riesle und Thomas Kuss. Nach dem Finale griff das Duo "Popalpine" zu den Instrumenten, um dem närrischen Volk nochmals richtig einzuheizen.