Von Roger Müller
Der Countdown für den 43. Schwarzwald-Marathon läuft. Wenn am 9. und 10. Oktober die Läufer wieder die Marathonstrecke unter ihre Laufsohlen nehmen, dann sieht sich Klaus Banka auch im achten Jahr seiner Tätigkeit als OK-Chef bestätigt.
Schon jetzt ist das Interesse der Läufer höher als im Jahr zuvor. Rund 400 Meldungen liegen vor, knapp die Hälfte für die "Königsdisziplin" über 42 Kilometer. "Damit sind wir zehn Prozent über den Zahlen vom vergangenen Jahr", freut sich Klaus Banka. Sportler aus 18 Nationen haben bisher ihre Teilnahme signalisiert. Ein illusteres Feld kommt da auch in diesem Jahr wieder zusammen. Eine Läuferin von den amerikanischen Jungferninseln, Sportler aus Kanada, Tunesien und nahezu allen europäischen Staaten werden wieder erwartet. Auch in diesem Jahr schwört Banka die magische Zahl von 3000 Startern herbei. "Ich bin überzeugt, dass wir allein im Marathon 800 Starter haben werden. Dazu erwarten wir beim Halbmarathon 1600 bis 1700 Läufer, nachdem in dieser Disziplin zuletzt 1300 Sportler an den Start gingen", sagt Klaus Banka. Erstaunt zeigt er sich über die Entwicklung der Läuferzahlen auf der Halbmarathonstrecke. "Noch vor sieben Jahren, als ich im Organisationskomitee begonnen habe, hatten wir 600 Läufer auf der Strecke. Wenn es jetzt 1600 Teilnehmer werden, wäre das eine Entwicklung, die ich damals überhaupt nicht für möglich gehalten hätte."
Noch vor wenigen Wochen hatte Vorjahressieger Steffen Häntzschel seine Teilnahme verletzungsbedingt abgesagt. Nun revidierte er diese Entscheidung , da er sich doch fit genug fühle, um den Schwarzwald-Marathon zu bestreiten. Nach den Siegen von 2008 und 2009 hat er somit wieder die Favoritenrolle inne. Auch der Vorjahreszweite Hans-Jörg Dörr hat bereits gemeldet. Aber es werden weitere starke Läufer in Bräunlingen erwartet, nicht zuletzt mit Matthias Stegbauer von der LSG Schwarzwald-Marathon ein weiterer favorisierter Lokalmatador.
Neu ist in diesem Jahr ein Wanderpokal, der für die besten Mannschaften bei Damen und Herren vergeben wird. Von allen teilnehmenden Teams werden jeweils die drei besten Läufer gewertet. Zusätzlich gibt es eine kleine Streckenänderung beim Marathon und Halbmarathon. Zu Beginn wird auf der Landstraße bis Bruggen gelaufen, bevor dann wieder die Naturwege benutzt werden.