Bräunlingen Im Internet greift das Chaos um sich

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Noch proben die Theaterspieler des Musikvereins hinter verschlossenen Türen, doch am ersten Weihnachtsfeiertag wird Regisseur Markus Kanitz (rechts) mit seinem Team – von unten nach oben Elena Schütz, Stefanie Maier, Anja Grieshaber, Sarah Schwörer, Andrew McClannan, Michael Stark, Jürgen Sulzmann, Tobias Weh und Larissa Hirt, links – auf der Bühne der Gauchachhalle zu begeistern wissen. Auf dem Bild fehlt Daniela Wetzel. Foto: Minzer Foto: Schwarzwälder-Bote

Döggingen (mi). "Vorhang auf" heißt es wieder am ersten Weihnachtsfeiertag, wenn um 20 Uhr die Theatergruppe des Musikvereins in der Gauchachhalle die Bühne betritt und der traditionelle Theaterabend eine Neuauflage erlebt.Mit dem lustigen Zweiakter "www.hubertus.oje" tauchen die neun Schauspieler ein in die moderne und komplizierte Welt der neuen Medien.

Und in der Tat überschlagen sich die Ereeignisse, als bei der Familie Hämmerle das PC-Zeitalter beginnt. Statt den Enkel Moritz zu hüten, antworten Hubertus und sein Freund Fridolin eifrig und sorglos im Internet auf eine Bekanntschaftsanzeige.

Als dann plötzlich eine russische Heiratskandidatin und zwei zweifelhafte Gestalten an der Haustür erscheinen, während die beiden Freunde den Enkel versorgen sollten, wird die Lage für die beiden kritisch, zumal die bibelfeste Haushälterin des Pfarrers das Chaos komplett macht. Logisch, dass sich die Geschichte am Ende zum Guten wendet und sich die Verwicklungen zu aller Zufriedenheit auflösen.

Laut Regisseur Markus Kanitz gestaltete sich der Start heuer etwas holprig und mit Verspätung, weil die Vorbereitung auf einen Konzertauftritt zu zeitlichen Engpässen führte. Erst ab Anfang November konnte man sich mit Volldampf in die Probenarbeit stürzen.

Das Theaterspiel hat in Döggingen eine lange Tradition. Über Jahrzehnte hinweg wechselten sich ab Mitte der 50er-Jahre in jährlichem Rhythmus der Männergesangverein und der Musikverein mit dem Theaterspiel ab. Allerdings rührten zu jener Zeit noch schwer verdauliche Stücke, die von Kriegsheimkehrern und Wilderertragik handelten, die Zuschauer zu Tränen.

Rund 20 Jahre, nachdem die Theaterbühne im Saal des ehemaligen Gasthauses Sonne aufgrund von Besitzer- und Nutzerwechsel endgültig verschwand, griff der Musikverein erstmals an Weihnachten 1988 diese Tradition in der Gauchachhalle wieder auf. Seither erfreuen die Schauspieler in zweijährigem Turnus die begeisterten Zuschauer, allerdings fließen inzwischen keine Tränen der Rührung, sondern Lachtränen beim Publikum.

Für weitere Abwechslung sorgen die Zöglinge des Musikvereins, der Männergesangverein, der mit einigen Liedern zur Programmgestaltung der Feier ebenso beiträgt wie der Musikverein mit bunten Melodien im Anschluss an die Vorführung.

Schwarzwald-Baar-Kreis

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