Von Christina Rademacher

Bräunlingen. Die "Gruppe 84" will eingetragener Verein werden.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung im "Lindenhof" wurde beschlossen, die Gruppe in einen eingetragenen Verein umzuwandeln. Der Hintergrund für diesen Schritt ist hauptsächlich die Haftung der einzelnen Mitglieder.

Viel ändern wird sich nicht, außer dass jetzt jährliche Mitgliederversammlungen stattfinden müssen. Beschlossen wurde, dass einfach umgewandelt wird, falls dies auf dem einfachen Behördenweg möglich ist. Wenn nicht, wird am 9. April eine offizielle Gründungsversammlung stattfinden.

Die "Gruppe 84" gibt es seit 29 Jahren und bei ihrer Gründung war nicht abzusehen, dass sie so lange bestehen wird. Bei den Wahlen wurden Berthold Geyer als Vorsitzender, Winfried Klötzer als Vize, Karola Grenier als Beisitzerin und Reinhard Mosch als Kassierer bestätigt. Neu im Amt ist Schriftführerin Sandra Gehringer. Die Kassenprüfer Gerhard Bombeiter und Tillmann von Kutzleben wurden ebenfalls bestätigt.

Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, zum zwölften Mal den "Laien Man" am Kirnbergsee durchzuführen, den die "Gruppe 84" ins Leben gerufen hatte und auch immer damit in Verbindung gebracht wird. Es sei wohl ein großer Aufwand, aber nach außen hin eine gute Werbung und die einzige Großveranstaltung des Vereins. Man möchte auch verstärkt Mitglieder werben und insbesondere auch mit Blick auf die Gemeinderatswahl 2014 Bürger finden, die bereit sind, sich parteilos für die Gemeinde einzusetzen.

Der Vorsitzender Berthold Geyer gab einen kleinen Abriss über die Gemeinderatsarbeit der vergangenen Jahre. Gelungen sei der Hochwasserschutz am Brändbach. Die Innenstadtsanierung ist soweit abgeschlossen. Nächster großer Punkt ist die Sanierung der Stadthalle. Sie soll nach Fastnacht anfangen und bis zur Kilbig 2014 fertiggestellt sein. An drei Samstagen nach der Fasnacht sind Vereine und Fraktionen eingeladen, bei den Abrissarbeiten mitzuwirken. Natürlich, so Geyer, kommen durch die großen Investitionen die Ortsteile zu kurz. Döggingen müsse deshalb noch lange auf die Umgestaltung des Adlerplatzes warten und die Sanierung des Unterbränder Gemeindehauses ist in weite Ferne gerückt, obwohl laut Information des Ortsvorsteher schon umsetzbare Pläne vorliegen und das Gebäude extrem marode ist.

Für die weitere Planung wurde angeregt, für die Bürger wieder Podiumsdiskussionen mit interessanten Bräunlinger Themen zu organisieren. Geplant ist es, auch Windkraftanlagen zu besichtigen. Angeregt wurde auch das Thema "Wie funktioniert die Bürgerbeteiligung?"

Unter "Verschiedenes" äußerte Tillmann von Kutzleben, das er die Bürgerfrageviertelstunden im Gemeinderat vermisse, dies sei nicht zeitgemäß. Außerdem sei er erstaunt über die fehlende Unterstützung des ehrenamtlich arbeitenden Schwarzwaldvereins. Zahlreiche Hinweistafeln würden darauf warten, angebracht zu werden, aber die zugesagten Pfosten seien von der Stadt nicht installiert worden.