Bösingen - Die Durststrecke des VfB Bösingen in der Verbandsliga hielt auch am letzten Vorrundenspieltag an. Beim Oberliga-Absteiger SV Bonlanden unterlag der Aufsteiger 0:3.

Obwohl in diesem Jahr noch zwei Spiele für den VfB auf dem Terminplan stehen, ist jetzt schon Fakt, dass die Mannschaft von Trainer Richard Maier auf einem Abstiegsplatz überwintern wird.

Grund dafür ist, dass der Aufsteiger aus seinen bisher 14 Spielen lediglich sieben Zähler geholt hat und als Tabellenletzter auf die ebenfalls gefährdeten Teams TSG Ehingen und FC 07 Albstadt sechs beziehungsweise sieben Punkte Rückstand und zudem die deutlich schlechtere Tordifferenz aufweist.

Dabei wäre auch beim Tabellenneunten aufgrund des Spielverlaufs mehr drin gewesen. Über weite Strecken war Bösingen ein gleichwertiger Gegner, doch fehlte in den spielentscheidenden Situationen die nötige Cleverness, aber auch das Durchsetzungsvermögen. Das sah auch Bonlandens Trainer Norbert Stippel: "Bösingen hat in vielen Phasen des Spiels vieles richtig gemacht und ist vor allem nach der Pause couragiert aufgetreten. Das Manko bei der Mannschaft meines Kollegen ist sicherlich die mangelnde Chancenverwertung. Da hatten wir einige Male Glück, dass wir keinen Gegentreffer kassiert haben", fand Stippel lobende Worte für den Verlierer. Stippel sagte aber auch, dass der Sieg für seine Mannschaft unterm Strich verdient sei.

Doch trotz dieses Lobes war Richard Maier auch noch eine dreiviertel Stunde nach dem Spiel angefressen. "Ich kann es fast nicht mehr hören, von allen Seiten kriegen wir Lob für unsere Leistungen, aber kaufen können wir uns davon nichts", machte Maier seinem Unmut Luft. Auch nach dem 0:3 zur Pause bekam sein Team in der Kabine einiges zu hören. "Ich war sehr emotional, vielleicht auch zu emotional. Aber wir haben vor der Pause die Zweikämpfe nicht angenommen und dadurch Gegentreffer bekommen und somit das Spiel in der ersten Halbzeit verloren", ärgerte sich Maier.

Im zweiten Durchgang trat der VfB kompakter auf, doch ließ sich das Ergebnis trotz weiterer Torchancen nicht mehr korrigieren. Realität ist aber auch, dass der Mannschaft nach zuletzt sieben Spielen mit nur einem Punktgewinn, momentan auch das Selbstvertrauen fehlt, hinzu kommen Pech, wie beim Abseitstor zum 2:0, aber auch Unvermögen beim Torabschluss.