
Dietingen-Rotenzimmern/Bösingen (ba). Viele Wanderer und Spaziergänger nutzen sie regelmäßig: die vom Albverein ausgeschilderten Wanderwege. Gedanken über die enorme Arbeit, die die Betreuung der Wege mit sich bringt, machen sich aber die wenigsten.
Im Albvereinsgebiet werden knapp 24 000 Kilometer Wanderwege in rund 290 000 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit betreut. Neue Wegzeiger, entsprechende Hinweisschilder, Wegmarkierungen, ob rotes Kreuz, roter Strich, blauer Strich und andere, müssen ständig kontrolliert, ausgebessert und erneuert werden. Zusätzlich müssen die Wege gemäht, von umgestürzten Bäumen und hereinhängenden Büschen befreit werden. Zum Teil artet die Tätigkeit der ehrenamtlichen Wegewarte in Knochenarbeit aus. Dennoch verrichten die Wanderfreunde ihre Arbeit – im Dienste für viele andere Wanderer – meistens still und leise. Nebenbei bemerkt sei auch die Tatsache, dass die Mitglieder des Albvereins mit ihren Jahresbeiträgen – die vielfach kritisiert werden – für den Kauf von Wegematerial herhalten müssen.
Die Wegewarte des Oberen-Neckar-Gaues im Albverein hielten kürzlich in Oberndorf ihre Frühjahrs-Arbeitstagung ab. Da derzeit im Gau kein Gauwegemeister zur Stelle ist, wird die vakante Stelle von den beiden Gauvorsitzenden kommissarisch übernommen. Rainer Reichensperger betreut die Ortsgruppen aus dem Kreis Freudenstadt, und Peter Bantle die aus dem Kreis Rottweil. Es wurde eine Vielzahl von benötigten Wegezeichen ausgehändigt. Von der Ortsgruppe Bösingen werden durch Siegfried Szillat 17 Kilometer betreut. Josef Schmid aus Rotenzimmern ist für 26 Kilometer zuständig, und Robert Rapp aus Epfendorf pflegt 28 Kilometer. 42 Kilometer werden rund um Sulz von Günter Heer beaufsichtigt und instand gehalten. Oberndorf hat zwei Wegewarte: Horst Ade und Martin Kaufmann sind für 47 Kilometer Strecke im Einsatz.
Max Essig aus Horb ist als Vorsitzender und gleichzeitig als Wegewart für 26 Kilometer tätig. Christian Hellstern aus Dettingen pflegt dort 18 Kilometer, und Leo Langhammer in Mühlen marschiert 43 Kilometer ab. Wahrlich eine stolze Leistung, bei der im Jahr mehr als 300 Stunden Arbeitseinsatz für die Allgemeinheit zusammenkommen.