Bösingen Augen der Bösinger Wanderer funkeln
Schwarzwälder-Bote, 18.07.2012 19:00 Uhr
Der Albverein Bösingen wanderte zwei Etappen auf dem Qualitätswanderweg "Schluchtensteig". Foto: HezelFoto: Schwarzwälder-Bote
Bösingen. Zum Schlussakkord, der zwei letzten Etappen des bekannten Schluchtensteigs, machten sich 25 Wanderer mit dem Albverein Bösingen auf den Weg.Auf insgesamt 119 Kilometer, 2640 Meter in die Höhe und 2750 Meter nach unten in die Tiefe verläuft der Schluchtensteig in sechs Etappen. Von Stühlingen durch die Wutachschlucht, nach Lenzkirch und zum Schluchsee: Diese vier Etappen hatte die Wandergruppe in den vergangenen zwei Jahren bei recht unterschiedlichem Wetter gemeistert. Dieses Jahr wurde in St. Blasien, dem Kneipp-Kurort im tiefen Tal der Alb gestartet.
Hinter dem Dom ging es zunächst stetig und angenehm auf weichen Waldwegen bis zum Aussichtsturm auf dem 1039 Meter hohen Lehenkopf. Nach der ersten Verschnaufpause überquerten die Wanderer die sanften Hochflächen und Weidefelder von Dachsberg zu einem weiteren Aussichtsfelsen mit Blick nach Süden auf den Hotzenwald und die Schweizer Alpen.
Vorbei am Klosterweiher ging es zu Kreuzberg, Kreuzfelsen und Kreuzfelsenhütte auf 1015 Meter mit herrlichen Ausblicken. Nach einer Pause, bei der sich die Gruppe am offenen Feuer mit gegrillten Würstchen für die weiteren zwölf Kilometer stärkte, folgte ein längeres Bergauf bis zum Ibacher Kreuz.
Nachdem sich das Landschaftsbild wieder änderte und es im steilen Zickzack in die Hohwehraschlucht hinab ins Tal bis nach Todtmoos ging, sah man das Flüsschen putzmunter über die kleinen Kaskaden und Absätze springen. Nun war die Unterkunft erreicht.
Am anderen Morgen startete die Gruppe zur sechsten und letzten Etappe Richtung Süden. Glücklicherweise waren die Wanderer während eines heftigen Regenschauers gerade bei der einzigen Einkehrmöglichkeit auf dieser Tagesstrecke in Au, bevor es dann wieder im Talgrund weiterging.
Nun rückten die Talflanken immer dichter zusammen, wurden steiler und felsiger. Bis zu 200 Meter hoch bauten sich die felsigen Bannwaldhänge über dem in der Tiefe liegenden, schäumenden, rauschenden Fluss. Immer wieder ging es von oben nach unten und von unten nach oben mit tollen Tiefblicken und Aussichten über die östliche Talseite.
Am späten Nachmittag verlor der Weg allmählich an Höhe bis nach lockerem Auslaufen der Wehrastausee und das Ziel, die Stadt Wehr, gerade noch mit Einsetzten des Regens erreicht wurde. Auf dieser Zwei-Tagestour mit seinen 42 Kilometern und etlichen Höhenmetern grüßte öfters mal der Feldberg und die Berggipfel der Schweizer Alpen, was die Augen der Wanderer funkeln ließen.


