Fützen (hd) Am heutigen Montag feiert Julius Dreher, Pfarrer im Ruhestand in Fützen seinen fünfundachtzigsten Geburtstag.

Geboren am 28. Januar 1928 in Fronstetten besuchte er im Heimatort die Volksschule, wechselte zur Oberschule für Jungen und ging dann bis zum Abitur als Internatsschüler ins altsprachliche Gymnasium nach Konstanz. Acht Semester Theologie und Philosophie folgten an der Universität Freiburg und das praktische Jahr zum Studienabschluss wurde in der Gemeinde Sankt Peter in Freiburg absolviert. Hier hielt Julius Dreher am 8. November 1953 seine erste Predigt. Am 30. Mai 1954 wurde er zum Priester geweiht und die feierliche Primiz folgte in seiner Heimatgemeinde Fronstetten.

Die erste Stelle des jungen Priesters war in Forchheim bei Karlsruhe und noch heute pflegt er freundschaftliche Verbindungen aus dieser ersten Zeit seines langjährigen kirchlichen Dienstes. In unterschiedlichsten Kirchengemeinden war er tätig, darunter in Wulflingen bei Rottweil, wo er bis 1969 Pfarrer war. Lange Jahre war er in Burmatingen bei Meßkirch tätig und übernahm 1987 die Gemeinde Fützen und Epfenhofen. Zehn Jahre wirkte er als aktiver Pfarrer vor Ort und trat dann in den Ruhestand.

Die sehr gut besuchten Montagsmessen in der Pfarrkirche Sankt Vitus hielt er bei und sie wurden regelmäßig bis jetzt von Gläubigen auch aus anderen Kirchengemeinden gerne besucht. Dazu kam seine Sorge um alte und kranke Gemeindemitglieder, denn dieser Dienst am Nächsten ist dem überzeugten Seelsorger auch heute noch wichtig.

Die freie Zeit ohne bindende Gemeindebelastung hat Pfarrer Julius Dreher für Reisen genutzt, die er sich schon immer wünschte und zusammen mit seinem Freund Julius Auer unternommen hat. So wandelte er in Thüringen auf den Spuren der Heiligen Elisabeth, besuchte die Schwarze Madonna im polnischen Wallfahrtsort Tschenstochau und stattete der alten Stadt Krakau einen Besuch ab. Im vergangenen Jahr war er, zusammen mit Julius Auer und Mathilde Gleichauf zu einer modernen Pilgerfahrt, per Flieger bis Portugal im Wallfahrtsort Fatima. Sorgsam bereitet er seine Reisen vor und informiert sich über die Gnadenstätten, aber auch Land und Leute vorab. So ist es klar, dass er die tägliche Zeitungslektüre für unverzichtbar hält und mit gleich drei unterschiedlichen Tageszeitungen bestens informiert ist.

An seinem heutigen 85. Geburtstag wird Pfarrer Julius Dreher seine seelsorgerische Laufbahn nun endgültig beenden und in der Concelebration zusammen mit Pfarrer Brandl und Pfarrer Walter in einem letzten gemeinsamen Gottesdienst am Altar in der Fützener Sankt Vitus-Kirche stehen.