Blumberg - Sie kommt auch bei der Energieversorgung Südbaar (esb), die Strompreisanpassung zum 1. Januar 2013. Knapp zehn Prozent steigt der Stromarbeitspreis in der Grundversorgung, was für einen durchschnittlichen Haushalt im Jahr Mehrkosten von rund 80 bedeutet.

Der Schwarzwälder Bote hatte es am Dienstag in der Blumberger Ausgabe bereits angekündigt. gestern kamen die neuen Tarifsätze und die sehen im Stromarbeitspreis in der Grundversorgung ein Plus von 9,85 Prozent vor. Damit liegt das Unternehmen unter den Preisanpassungen etwa des Energiedienstes oder auch der EnBW. In der Pressemitteilung der esb heißt es dazu:

"Ab dem 1. Januar 2013 wird der Stromarbeitspreis in der Grundversorgung um 2,33 Cent/kWh netto angehoben.

Umgerechnet entspricht dieses bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch (Einfamilienhaushalt) von 2900 kWh eine monatliche Mehrbelastung von 6,70 Euro auf den Bruttoendpreis.

Die Grundpreise bleiben weiterhin unverändert.

Die esb gibt eine Preisgarantie (ausgenommen weiterer staatlich regulierten Zuschläge und Umlagen) bis zum 31.12.2013."

Das Plus von 2,33 Cent/kWh netto zieht sich weitestgehend durch die verschiedenen Tarife, auch für Nutzer von Wärmepumpen und Nachtspeicheröfen. Gerade bei diesen Kunden ziehen große Stromanbieter wie etwa die EnBW die Preise um bis zu 16 Prozent an. Welche Auswirkungen die Strompreisanpassung auf den jeweiligen Tarif der esb haben wird, können die Kunden Anschreiben entnehmen, die in den kommenden Tagen den Haushalten zugestellt werden.

"Wie inzwischen von allen Seiten verkündet, ist die Energiewende voll in der Umsetzung", schreibt die esb in ihrer Mitteilung und weiter: "Der negative Nebeneffekt sind die massiv steigenden staatlich regulierten Umlagen, Abgaben und Zuschläge. Damit finanziert der Kunde den ökologischen Wandel der Stromerzeugung nach dem Gesetz über Erneuerbare Energien (EEG)."

Bereits schon zum 1. Januar 2012 hatte der Gesetzgeber eine neue Umlage (§ 19 EEG) eingeführt, durch die alle Verbraucher die Entlastung der energieintensiven Großindustrie mittragen, diese hat die esb nicht an die Tarifkunden weitergegeben.

Zum 1. Januar 2013 wird diese Umlage (§ 19 EEG) sowie die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG-Umlage) entschieden erhöht und eine weitere neue Umlage von staatlicher Seite festgelegt, die sogenannte Offshore-Haftungsumlage (§ 17 EEG). Diese legt fest, dass der Einnahmeausfall für die Betreiber, wenn Strom aus den Windkraftanlagen im Norden nicht abgenommen wird, dennoch von den Stromkunden zu zahlen ist.

Der durch die Energiewende geforderte starke Ausbau der Stromnetze wirkt sich ebenfalls belastend, durch die höheren Netznutzungsentgelte, auf die Strompreise aus.

"Nach zwei Jahren Preisstabilität muss nun auch die esb die Strompreise nach den massiv gestiegenen staatlich regulierten Umlagen und Rahmenbedingungen anpassen", sagt Geschäftsführer Thomas Fischinger. Er betont aber auch, dass für fast alle Tarifkunden lediglich die erhöhten staatlich regulierten Zuschläge und Umlagen weiterberechnet werden.

Als Alternative zum Grundversorgungstarif bietet die esb Sondertarife sowie entsprechende Kundenberatungen.

Weitere Informationen:

www.esb-blumberg.de/produkte/p_t_s_tarife.html