
Von Erich Schüle
Blumberg. Es goss wie aus Kübeln, als sich gestern Nachmittag gut über 100 Gäste im Stadtteil Randen in die Altkatholische St.Stephanus-Kirche buchstäblich hineinquetschten, zur Eröffnung des Pilgerweges von Randen nach Fützen.Die Jugendkapelle von Fützen, unter der Leitung von Peter Meister, eröffnete die Feier mit einem Musikstück. Für den verhinderten Landrat Heim begrüßte Kreisarchivar Joachim Sturm die Gäste, während Heike Geils von der Tourtistinfo Pilgerausweise verteilte und stempelte. Mit profunden Kenntnissen informierte Sturm über das immer dichter werdende Netz der Jakobswege, vor allem auch im süddeutschen Raum. Des Weiteren grüßte Bürgermeisterstellvertreter Matthias Fischer die Gäste. Vor dem Aufbruch lud Vikar Ulf-Martin Schmidt von der altkatholischen Kirchengemeinde zum gemeinsamen Gebet auf und erteilte den Pilgersegen.
Nach einem Fußmarsch von etwa 11,5 Kilometer, der wegen des aufgeweichten Bodens über Epfenhofen und Fützen über feste Straßen ausgedehnt werden musste, kamen die etwa 120 Pilger wohlbehalten in der Dorfkirche St. Vitus in Fützen an. Unterwegs mitten im Wald überraschte die Wanderer Markus Rösch aus Epfenhofen noch mit einem Solostück aus seinem Alphorn. In einer ansprechenden ökumenischen Vesper zusammen mit Kaplan Walter, stellte Vikar Ulf-Martin Schmidt seine Ansprache unter das Motto: "Der Weg ist das Ziel". Nach der Andacht lud der Veranstalter, das Landratsamt, die Pilger noch zu einem Pilgervesper in die "Buchberghalle" ein. Ortsvorsteher Ewald Gut stellte mit seinen Grußworten sehr ausführlich die Geschichte aber auch die neuere Entwicklung des Stadtteils Fützen vor. Besonders erfreut zeigte sich der Ortsvorsteher, dass zu diesem Abend viele Fützener Bürger in die inzwischen voll besetzte Buchberghalle gekommen waren. Lange unterhielt die Jugendkapelle die Gäste noch bestens mit flotten Weisen.