Von Achim Stiller

Blumberg. Was auf den Kreisel auf der B 27 kommt, wird künftig mit dem Straßenbauamt abgesprochen. Das Verkehrsrund gilt nunmehr für die Behörde als entschärft.

Der Kreisel, so Herbert Steidler, Leiter des Straßenbauamtes Donaueschingen im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten, sei auch bislang schon nicht wirklich problematisch gewesen. Stolpersteine im wahrsten Sinne des Wortes waren lediglich die großen Felsbrocken, die zwischenzeitlich aber entfernt wurden und nunmehr am Einstieg in den Steppacher Weg liegen. Die kleineren Granitbrocken, die auf dem Rund verblieben sind, fallen nicht mehr ins Gewicht. Herbert Steidler besah sich gemeinsam mit Stadtbaumeister August Zeller den B 27-Kreisel kurz vor der Fastnacht. Zu beanstanden gab es dabei nichts mehr. Das Abräumen der großen Steine sei optisch kein wirklicher Verlust, sagte der Straßenbauamtsleiter.

Damit entspricht der Kreisel nunmehr jener EU-Verordnung, die in den vergangenen Monaten für viel Wirbel gesorgt hatte. Zuletzt war es der Wahlkreisabgeordnete und Landtagspräsident Guido Wolf, der in einem Schreiben an Landrat Sven Hinterseh um entsprechendes Augenmaß bat, zumal Landesverkehrsminister Herrmann in der Sache etwas mehr Freiraum eingeräumt hatte.

Der ist allerdings nicht ganz so groß wie erhofft, denn die EU-Vorgabe gilt trotzdem, jedoch können die Straßenbauämter in Ortsrandlagen und bei entsprechenden Voraussetzungen, etwa Geschwindigkeitsbegrenzungen, mehr Gestaltungsfreiraum einräumen. Der Verkehrskreisel auf der B 27 ist ein solches Verkehrsrund im Randbereich. Kreisverkehre im Ort sind von der Vorgabe ohnehin nicht betroffen.

Was kommt nun künftig auf das Rund auf der B 27? Der Kreativität von Stadtbauamt und Stadtgärtnerei Blumberg sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Die Ideenvielfalt der städtischen Einrichtungen war in den vergangenen Monaten ja viel beachtet und diskutiert. Die Kreisel-Kreationen reichten vom luftgestützten Osterhasen über die Burg Blumberg in Holzbauweisen bis zum Segelboot und zuletzt wieder dem Adventskranz. Solchen Aufbauten steht auch künftig nichts im Weg, sagt Herbert Steidler, vorausgesetzt, in der Konstruktion ist nichts so massives, dass die Verkehrssicherheit dadurch gefährdet wird. Um genau dies abzuklären, werden sich das Stadtbauamt und das Straßenverkehrsamt künftig bei der Gestaltung absprechen, sprich, die in Donaueschingen angesiedelte Behörde wird prüfen, ob die Konstruktion auch den Vorgaben entspricht.