
Randen - Mit den steigenden Temperaturen steigt auch die Motorradfrequenz auf der B 314 am Randen. Die Bewohner des höchst gelegenen Ortsteils der Stadt Blumberg fühlten sich am Wochenende wieder intensiver Lärmbelästigung ausgesetzt.
Mehrfach sei die Polizei in Donaueschingen informiert, dass einmal mehr Wettrennen auf der B 314-Strecke zwischen Randen und Epfenhofen beobachtet würden. Gleichermaßen seien Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung zu beobachten gewesen, Verkehrsteilnehmer seien gefährdet und ganz offensichtlich bedrängt worden, so ein Augenzeuge. Hochdrehende Motoren, quietschende Reifen und einige Dutzend Hupzeichen schallten das Wochenende über aus dem Kommental den Hang hinauf.
Besonders aus den Landkreisen Konstanz und Tuttlingen, aber auch aus der Schweiz, seien Fahrer unangenehm aufgefallen, fasst ein Anwohner die beobachteten Kennzeichen zusammen. Aus der Schweiz seien Fahrer aus den Kantonen Zug, Schwyz, Luzern, Thurgau, Aargau und Zürich unterwegs gewesen.
Besonders auffallend sei ein Lenker eines grünen Zweirads aus dem Kanton Schaffhausen gewesen, der sich eine Videokamera auf seinen Sturzhelm montiert hatte, um offensichtlich ganz besondere Aufnahmen zu tätigen. Nach Augenzeugenberichten war der Mann die Strecke vom Parkplatz an der Einmündung zur B 27 bis nach Epfenhofen 22 Mal hin und her gefahren.
"Das ist doch der reine Psycho-Terror. Durch die ausbleibenden Kontrollen geben wir dieser Form von Anarchie freien Lauf", bemängelt CDU-Stadtrat Dietmar Schweigler die Entwicklung. Noch vor einem Jahr hatte eine mobile Verkehrskommission mehrere Maßnahmen diskutiert und eine stufenweise Problemreduzierung angekündigt.
Was sei davon umgesetzt worden, fragt sich der Stadtrat?
Zum einen sei der Bereich mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern um ein paar Meter erweitert und an den Leitplanken ein Unterfahrschutz montiert worden. Die dauerhaften Maßnahmen zum Wohle der Bevölkerung seien allerdings bisher jedoch ausgeblieben.
Er werde auf jeden Fall in Sachen B 314 zum Wohle der Randener wieder aktiv werden, kündigte Dietmar Schweigler an.