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Riedböhringen - "Vielfalt im Wald" – unter diesem Motto luden die Revierförster der Stadt Blumberg und das Forstamt Schwarzwald-Baar-Kreis Kinder zum Walderlebnistag 2010. Da tat das Wetter keinen Abbruch.Im Gegenteil, 35 Mädchen und Jungen nebst elterlicher oder gar großelterlicher Begleitung fanden sich am Dienstag pünktlich um 10 Uhr bei der Jeisshütte ein, um mit Förster Thomas Ekert und seinen Forstkollegen auf die inzwischen 16. mehrstündige Walderlebnistour zu gehen.
"Schlechtes Wetter gibt es im Wald nicht", lobte der ausgebildete Waldpädagoge die zahlreichen Teilnehmer, sich in der Natur nicht von Wind und Wetter abschrecken zu lassen, "gleich sind wir ja unter einem schützenden Baumdach."
Bevor es aber ab in den Wald ging, staffierten sich die kleinen Teilnehmer in drei Gruppen mit Eichen- und Ahornblättern oder Fichtenzweigen aus, die als sichtbares Zeichen ihrer Gruppenzugehörigkeit an den Schildkappen oder Regenjacken mit einer Holzklammer angeheftet prangten.
Für die Gruppe "Eiche" gab es quasi zum "aufwärmen" einen kleinen Geschicklichkeitstest: Hinter einer Linie aus Sägemehl stehend, galt es Fichtenzapfen in zwei Holzkisten zu werfen. Voilà, auch die jüngeren Werfer bewiesen hier schon gutes Treffvermögen. Dann bewegte sich der bunt gekleidete Tross aber schnurstracks zur ersten Lehrstation "Wald steckt voller Leben".
"Wer weiß, was alles im Wald lebt", stellte Ekert das Basiswissen der Kids auf die Probe. Die sofort aus zig Kindermündern sprudelnden Tiernamen zeigten, dass er es offenbar mit einem "Fortgeschrittenenkurs" zu tun hatte. Und der zeigte keine Scheu, mit Löffeln den kleinen Waldlebewesen im weichen Boden auf die Spur zu kommen: Eine Spinne, Würmer, Käfer und eine Nacktschnecke fanden sich bald unversehens im Kurzzeitgewahrsam einer Becherlupe. Darin ließen sich die kleinen Kameraden umso besser in Augenschein nehmen.
An der nächsten Station war Balance gefragt, denn es galt, sich über ein zwischen zwei Bäumen gespanntes Band entlang von vier herabhängenden Haltebändern zu hangeln. Mit Unterstützung von Thomas Ekert gelang dies locker, und die Kinder lernten nebenbei spielerisch, dass die Balance aus Wasser, Sonne, Luft und Boden von zentraler Bedeutung für das gesunde Gedeihen des Forstes ist – jedes der Haltebänder war nämlich einer der vier Vegetationsbedingungen zugeordnet.
Mit ungebrochenem Tatendrang absolvierten die Waldentdecker dann auch die anderen fünf Stationen, wie ein Waldmemory oder ein Baumartenspiel, und durften sich sogar an einer Holzsäge versuchen. Nach so viel würzig-erdiger Waldluft und lehrreicher Aktivität schmeckte das Grillvesper an der Jeisshütte zum Abschluss dann richtig gut.
Und auch Waldpädagoge Ekert zog ein stolzes Resümee unter getane Aufklärungsarbeit: "35 Kids trotz nassem Wetter in den Wald zu locken und spielerisch etwas über unsere Natur mitgeben zu können – das ist doch super!"