
Jedes Jahr beherrscht am 31. Dezember gegen Mitternacht ein Ritual Wohnzimmer, Keller, Garagen, Hallen und Festivitäten. Der Countdown zu den letzten Sekunden des Jahres wird runtergezählt, woraufhin das neue Jahr stürmisch und laut mit Hilfe von Krachern, Raketen und weiteren diversen Böllern begrüßt wird.
Dazu wird bereits im Vorfeld tagelang und in jedem erdenklichen Medium auf den richtigen wie auch sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit dem Silvesterfeuerwerk hingewiesen. Nicht zuletzt dadurch sollen schwere Verletzungen und auch Brände vermieden werden. Und wie sich aus der Bilanz der letzten Silvesternacht schließen lässt, scheint der verantwortungsvolle Umgang mit Feuerwerkskörpern tatsächlich - von einzelnen Ausnahmen abgesehen - zugenommen zu haben.
Dieser Selbstschutz steht allerdings in keinem Verhältnis zu dem Umgang mit den Feuerwerksresten, die sich noch Tage später auf Straßen und stark frequentierten öffentlichen Plätzen in den Bodenbelag gepresst haben.
Nicht dass an dieser Stelle das umweltschonende Gewissen weiter belastet werden soll. Vielmehr soll sich dieser Appell an alle verantwortungsbewusst weiterdenkenden Pyromanen der Silvesternacht richten.
Knallen, Schießen, Ballern und bengalischer Lichtzauber erfreuen nicht nur den Zündler, sondern auch diejenigen, die nicht unmittelbar dafür verantwortlich sind. Noch mehr Freude macht es am nächsten beziehungsweise übernächsten Tag, wenn die Straßen und Wege, die am Jahreswechsel noch als Abschuss- oder Sprengplatz für den Feuerzauber gedient haben, wieder begehbar und befahrbar sind. Um die festliche Stimmung nicht zu drücken, muss nicht unmittelbar nach dem Feuerzauber der große Besen geschwungen werden. Vielmehr sollten Straßen und Wege vom Größten Dreck, insbesondere umgefallenen Flaschen, geräumt werden. So hält die Erinnerung an die Silvesternacht länger an als die Sorgen um den Zustand von Reifen der Autos oder Kinderwagen, wenn unausweichliche Müllberge gezwungenermaßen durchquert werden müssen.
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