
Die reine Kraft der Gedanken, kann ja angeblich Berge versetzten. Das wollen zumindest amerikanische Wissenschaftler in einer Studie herausgefunden haben.
Die im Fachblatt "Journal of Adolescent Health" veröffentlichte Analyse von der Northwestern University im US-Staat Illinois besagt, dass Jugendliche, die während ihrer Pubertät positiv denken, gesündere Erwachsene werden. Sie greifen seltener zu Zigaretten, Alkohol oder anderen Drogen. Zudem ernähren sie sich oft auch gesünder. Befragt wurden 1994, 1996 und 2001 mehr als 10.000 junge Menschen.
Die meisten Präventionsprogramme setzten laut dieser Studie also an der falschen Stelle an: Sie versuchen Jugendliche von den Drogen fern zu halten. Stattdessen sollte Prävention aber darauf ausgerichtet sein, die Jugendlichen optimistischer in die Zukunft blicken zu lassen. So deutet Forschungsleiterin Lindsay Till Hoyt, das Ergebnis ihrer Studie. Das Wohlbefinden der jungen Menschen muss im Mittelpunkt stehen, so die Wissenschaftlerin.
Das hört sich logisch an. Wer mit sich und seinen Leistungen zufrieden ist und optimistisch in die Zukunft blicken kann, hat ein besseres Selbstwertgefühl und geht mit mehr Selbstvertrauen durchs Leben. Mit einem starken Rückgrat ist es viel leichter Nein zu sagen. Das zu erreichen, dürfte aber nicht so einfach sein. Denn jeder, der seine Pubertät hinter sich hat, weiß, dass es eine schwierige Zeit mitten im Selbstfindungsprozess ist.
Da ist es nicht so einfach, glücklich zu sein. Junge Menschen müssen erst noch herausfinden, was sie wollen. Klischees treffen sicher nicht auf alle zu, haben aber einen wahren Kern. Und Teenager sind nun mal schwierig – auch wenn wir’s erst hinterher zugeben. Ausprobieren, Rebellion und Liebeskummer gehören einfach dazu. Man muss nur den Sprung zum Erwachsenen rechtzeitig schaffen.
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