
Nach dem Konsum von Alkohol wird man sentimental, und nach dem Konsum von reichlich Alkohol wird man meistens peinlich - und kann für nichts mehr garantieren. Blöd, wer sich in diesem Zustand noch hinters Steuer setzt. Für solche Fälle hat die Polizei Alkoholkontrollen eingerichtet, und wer mit mehr als 0,5 Promille erwischt wird, muss saftig zahlen - und nicht selten erst mal zu Fuß gehen. Doch während die Polizei auf der Straße für Ordnung sorgt, kann sich der beziehungsweise die Betrunkene ungehindert vor seinen Computer setzen und einen Mist im World Wide Web verzapfen.
Da kommt es schon mal vor, dass man ab einem gewissen Alkoholpegel in sozialen Netzwerken etwas von sich gibt, das man in nüchternem Zustand definitiv für sich behalten hätte. Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit - dieser Spruch kommt nicht von ungefähr! Nach dem Genuss von Hochprozentigem ist man bereit auszupacken, sei es über den schlimmen Chef, die Freundin, die man regelmäßig betrügt oder den Unfall mit Fahrerflucht, den man kürzlich begangen hat. Und am nächsten Tag? Tja, da ist der Kopf schwer, der Ärger groß - und alle Welt hat es mitgekriegt.
Für solche Fälle haben praxisbezogene Programmierer einen sogenannten "Social Media Sobriety Test" entwickelt. Mit dem Plugin für die Browser Internet Explorer und Firefox kann man selbst bestimmen, ab wann einem der Zugang ins Internet verwehrt bleiben sollte. Das Tool lässt einen erst mal diverse Geschicklichkeitsübungen vollführen - zum Beispiel muss man die Maus kreisförmig über den Bildschirm bewegen oder das Alphabet rückwärts tippen. Erst wenn diese ohne Fehler absolviert wurden, öffnet sich der Zugang zu Facebook, YouTube & Co. Da ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis der Drogentest per Webcam erfunden wird - und bei positivem Ergebnis gleich noch der Anruf in der Entzugsklinik.
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