
Ein Blick auf die Skyline von Manhatten, ein Zoom aufs Armaturenbrett und ein Blick durch die Windschutzscheibe auf eine nächtliche Straße. Ein durchgetretenes Gaspedal und ein Auto, das davonschießt. So beginnt der Trailer zum Film "Drive" mit Ryan Gosling, der bei uns im Januar startet, in den USA aber seit kurzem schon in den Kinos läuft. Der Inhalt: Gosling spielt einen Stuntfahrer, der sich mit Auftragsjobs für die Mafia was dazu verdient. Daneben gibt's noch was fürs Herz: Der Hauptdarsteller verliebt sich in seine Nachbarin und bringt dadurch ihr Leben in Gefahr. Einerseits typisch Hollywood, andererseits ziemlich gut gemacht, wenn man aktuellen Kritiken glauben darf.
Alles nichts, worüber man sich aufregen müsste, eine Kinogängerin aus dem US-Staat Michigan aber sah das anders: Sie verklagte nun den Filmverleih - ihr zufolge ist der Trailer irreführend. Die Dame hatte mehr Autos, Verfolgungsjagden und Action erhofft, stattdessen bekam sie einen preisverdächtigen Gänsehaut-Thriller zu sehen. So was geht ja mal gar nicht!
Schadenersatz für ihre Kinokarte will die Klägerin jetzt haben, und nicht nur das: Zudem fordert sie, dass irreführende Kinotrailer verboten werden sollen. Darauf muss man erst mal kommen! Ich für meinen Teil bin froh, wenn der Trailer ausnahmsweise mal so vage ist, dass ich im Kino überhaupt noch überrascht werde. Ein ganzer Film auf zwei Minuten zusammengepresst lässt manchmal jedoch auch Raum für Spekulationen. Diese Art von Fantasie aber scheint vielen abhanden gekommen zu sein. Schade. In den USA sind derlei Beschwerden übrigens keine Seltenheit: Erst kürzlich ließen zwei Fans Tom Hanks wissen, wie schlecht sie seinen neuen Film "Larry Crowne" fänden. Der immerhin reagierte cool: Der Schauspieler überreichte ihnen 25 US-Dollar Kinogeld und versprach, es beim nächsten Mal besser zu machen.
Wandern Schwarzwald |
Mountain-Bike Schwarzwald |
Radfahren Schwarzwald |
Winter Touren Schwarzwald/ Schwäb. Alb |