
Auch zehn Jahre nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington beherrscht die Angst vor dem Terror unser Leben. Vor dem zehnten Jahrestag liefen die Sicherheitsvorkehrungen - insbesondere in den USA - auf Hochtouren. US-Präsident Barack Obama erklärte die Sicherheit des Landes zur Chefsache. Es gab im Vorfeld des 11. September 2011 keinerlei konkrete Terrordrohungen, dennoch sind die Erinnerungen an die Tragödie von 2001 noch so in den Köpfen der Menschen verankert, dass die Angst vor erneuten Terroranschlägen akut ist.
In New York patrouillierten tausende Polizisten, bei der Gedenkfeier sorgten schwer bewaffnete Beamte, Bombenentschärfungskommandos und sogar psychologische Verhandlungsführungsgruppen für die Sicherheit des US-Präsidenten. Und all das ohne jegliche Androhung von Anschlägen. Berechtigte Angst oder übertriebener Sicherheitswahn?
Den besonderen Schutz erklärte die US-Regierung damit, dass sich die Terrororganisation Al Qaida in der Vergangenheit oftmals auf Jahrestage konzentriert hat. Der zehnte Jahrestag verlief jedoch glücklicherweise ohne Zwischenfälle, ohne Anschläge und ohne Terror.
Selbst wenn sich eine derartige Katastrophe wie die Anschläge von 2001 nicht mehr ereignen wird, selbst wenn es keinerlei Terroranschläge mehr geben sollte, bleibt die Frage, ob der Kampf gegen den Terror tatsächlich gewonnen wurde. Oder hat der Terrorismus die westliche Welt vor zehn Jahren so sehr in Angst und Schrecken versetzt, dass diese Angst auch weiterhin das Leben der Menschen beherrschen wird?
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