Teningen/Titisee-Neustadt: Gewissenlose Betrüger versuchen, mit der Brandkatastrophe von Neustadt Kasse zu machen. Dies meldet die Polizei.

Dreister und pietätloser geht’s nun wirklich nicht: Am Montagvormittag erschien ein Mann in Teningen auf dem Grundstück einer betagten Dame und zeigte dieser einen sogenannten "Bettelbrief" mit einem Bild der Brandkatastrophe von Titisee-Neustadt vor. Von den Geschehnissen berührt, hilfsbereit und arglos bat die Anwohnerin den  Mann in die Küche und übergab ihm eine Spende in Höhe von 15 Euro. Doch der Betrüger wurde noch dreister: Er forderte mehr Geld. Mindestens 50 Euro wollte er für die Hinterbliebenen haben.

Als die Rentnerin ihm klarmachte, dass sie kein weiteres Bargeld im Haus hatte, forderte der Betrüger gar noch den getragenen Ehering. Die Dame blieb jedoch standhaft und komplimentierte den Mann aus dem Haus. Offenkundig wenig beeindruckt versuchte dieser, seine dreiste Betrugstour in der Nachbarschaft fortzusetzen - blieb dort aber erfolglos.

Der Mann wird wie folgt beschrieben: Etwa 1,65 bis 170 Meter groß, normale Figur, ungefähr 40 bis 50 Jahre alt; südländisches Aussehen. Er sprach gebrochen deutsch, war bekleidet mit einer Schildmütze (blau mit roten Stellen), einer blaue Jeanshose sowie einem blauen Anorak mit rotem Kragen.

Die Polizeidirektionen Emmendingen und Freiburg weißen ausdrücklich darauf hin, dass es keinerlei Haussammlungen für die Hinterbliebenen der Brandkatastrophe von Titisee-Neustadt gibt und diesem Treiben schnell ein Ende gesetzt werden soll. Die Stadt Titisee-Neustadt hat ein Spendenkonto eingerichtet. Näheres hierzu ist auf der Homepage der Schwarzwaldstadt zu finden.

Betroffene Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich schnellstmöglich mit der Polizei unter folgenden Nummern in Verbindung zu setzen: 07641(582-0 (Polizei Emmendingen) oder 0761/882-0 (Polizei Freiburg).

 

 
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