Burladingen: Seit einigen Tagen werden in Städten und Gemeinden des Zollernalbkreises von Haus zu Haus Zettel verteilt, aus denen zu entnehmen ist, dass eine ungarische Familie angeblich eine Sammlung organisiert. Aus dem Anschreiben geht hervor, dass die "Sammler" alles mitnehmen, was in den Haushalten nicht mehr benötigt wird.

Nachdem die Polizei bisher keine Sammeltätigkeit feststellen konnte und auch die Verteiler dieser Sammlungsankündigungen zunächst unbekannt blieben, stellten Beamte des Polizeipostens Burladingen am Mittwochvormittag zwei Personen mit einem Kleintransporter fest, die im Tiefental in Burladingen bereitgestellte Gegenstände, die größtenteils als Sperrmüll zu bezeichnen waren, in das Fahrzeug einluden.

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Bei den beiden Männern im Alter von 27 und 31 Jahren handelt es sich um ungarische Staatsbürger. Da sie eine genehmigungspflichtige Sammlung ohne die behördliche Erlaubnis durchführten, wurde mit der Behörde Rücksprache gehalten. Von den beiden wurde eine Sicherheitsleistung über das zu erwartende Bußgeld in Höhe von 150 Euro erhoben und die Fortführung der Sammeltätigkeit untersagt.

Die bereits eingesammelten Gegenstände wurden auf der Kreismülldeponie gebührenpflichtig entsorgt. Tausende dieser "Sammelzettel" wurden freiwillig herausgegeben und vernichtet.

Nicht auszuschließen ist, dass die eingesammelten Gegenstände aussortiert werden und "Unbrauchbares" in freier Landschaft entsorgt wird. Es ist davon auszugehen, dass weitere Sammelteams im Zollernalbkreis unterwegs waren oder noch unterwegs sind.

Die Anmeldung des häuslichen Sperrmülls bei der Abfallbehörde des Landratsamts, so die Polizei, sei  auf jeden Fall der bessere Weg zur Entsorgung als über diese illegalen Sammlungen.

 

 
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