Von Karina Eyrich

Bitz. Das Übliche? Nein, das gibt es beim Künstlermarkt in Bitz nicht. Schon gar nicht in der Adventszeit. So war es kein Wunder, dass der Besucherstrom in der Festhalle nicht abriss am Wochenende, denn neben Kaffee und Gebäck gab es auch für das Auge viele Schmankerln.

Zum Beispiel am Stand von Ella Bitzer, die – außergewöhnlich – mit Acrylfarben in Aquarelltechnik malt. Mit kleineren Aquarellen hat sie Weihnachtskarten gestaltet, und lässt außerdem auf Chiffonseide Farbenfreude explodieren: Die bemalten Tücher sind in der weißen Jahreszeit eine Wohltat fürs Auge.

Das Klöppeln hat Brigitte Zimmermann zu ihrem Lieblingshobby gemacht und belegt seit acht Jahren immer wieder Kurse dort, wo es die Frauen am besten beherrschen: im Erzgebirge. "Es ist eine sehr filigrane Arbeit, für die man viele Stunden braucht", betont sie, "aber ohne Zweifel kann man dabei herrlich abschalten und die Zeit vergessen." Einige Muster für ihre Arbeiten hat sie selbst entworfen: "Das macht am meisten Spaß."

Michael Schroder hingegen zieht in seiner Freizeit lieber mit der Kamera umher und hält die Schönheit seiner Heimatgemeinde fest. Große Fotografien in ungewöhnlichen Formaten auf Leinwand und auf den Seiten eines Kalenders zeugen vom geschulten Blick des Fotografen. "Nach einer Druckerei für den Kalender habe ich lange gesucht, wegen des Formats", sagt der Bitzer, der schließlich in Ansbach fündig geworden ist. Zum Glück, denn "Bitzer Panorama" ist ein echter Hingucker geworden.

Auf Traumfänger haben sich Brigitte und Alwin Hagg spezialisiert, die aus Frohnstetten zum Künstlermarkt gekommen sind, und dabei ein ungewöhnliches "Abfallprodukt" kreiert: Indianerschmuck. "Manche Federn sind so klein, dass sie für Traumfänger nicht taugen, und so habe ich sie für Schmuck verwendet", erzählt die Künstlerin, die außerdem auch malt – schöne Frauen mit und ohne Schmuck.

Weihnachten fällt trotz der kreativen Breite natürlich nicht unter den Tisch: In der Saalmitte zieht eine Eisenbahn ihre Kreise und die Blicke aller Kinder auf sich, und gleich nebenan gibt es Krippen zu kaufen – selbstgemachte, versteht sich: Axel Oschmann baut sie mit Liebe zum Detail aus Holz, und seine Freundin Stefanie Karnasch kreiert die passenden Figuren dazu.