Von Karina Eyrich

Bitz. Der am dichtesten besiedelte Platz auf der Hochalb dürfte am späten Samstag Nachmittag der Hindenburgplatz in Bitz gewesen sein. Denn dort drängten sich Hunderte von Kindern, um ein Geschenk vom Nikolaus zu ergattern.

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Von der Musik des Posaunenchors und dem Gesang des Schulchors unter Leitung von Paul Greiß angelockt, stapfte der Bischof – Knecht Ruprecht im Schlepptau – durch die Menge, die Bürgermeister Hubert Schiele zuvor begrüßt hatte. Dann stellte er erst einmal die Erzieherinnen auf die Probe: Sie mussten ein Gedicht aufsagen, um zu beweisen, dass sie es auch selbst können und nicht nur von den Kindern erwarten.

"Wisst Ihr, was der Unterschied ist zwischen dem echten Nikolaus und den falschen mit den komischen Zipfelmützen?" rief der Bärtige den Kindern zu, und ein Mädchen wusste es in der Tat: Die Mütze, genauer: die Mitra, macht den Unterschied. In beiden Fällen ist sie jedoch rot. Nikolaus betonte: "Die Farbe der Liebe."

Seine liebe Not hatten er und sein Gefährte danach beim Verteilen der Geschenke, denn die Kinder drängten sich dicht an dicht. Wohl denen, die auf Papas Schultern sitzen durften, wie Lucie und Mira. Sie hatten leichtes Spiel beim Flirt mit dem Freund aller Kinder.

Noch viel mehr Geschenke warteten an den Ständen auf Käufer, wobei sich der Conrad-Schick-Kindergarten, der Heinrich-Cless-Kindergarten und der kommunale Kindergarten Alte Schule die größte Mühe gegeben hatten: Unter ihren Adventsgestecken, Kränzen und originellen Holz-Engeln war ein Stück schöner als das andere.

Kulinarisch war die Auswahl nicht weniger vielseitig: Von Kartoffelpuffern mit Apfelmus über Dennetle und Pizza bis zum Steak und zur Roten Wurst – auch besonders scharf – reichte die Liste der Leckereien, welche die Gäste wahlweise mit Punsch, Glühwein, Kaffee oder Getränken mit Schuss hinunterspülen konnten.

Auch der Weltladen, der Handels- und Gewerbeverein sowie das Haus Bocksberg beteiligten sich mit Ständen, während das Technische Hilfswerk nicht nur Waffeln verkaufte, sondern auch Rundfahrten auf dem Mini-Einsatzwagen anbot.