Bitz Grün in all seinen Farbnuancen und leuchtendes Rot
Schwarzwälder-Bote, 22.06.2012 21:01 Uhr
Pfarrerin Bärbel Danner (links) mit der Künstlerin Sabine Waldmann-Brun zusammen mit dem neuen Altartuch Foto: MatthesFoto: Schwarzwälder-Bote
Bitz. Neue Paramente für Altar und Kanzel in der liturgischen Farbe Grün hat die evangelische Nikolauskirche in Bitz erhalten. Sie wurden während eines Gottesdienstes der Kirchengemeinde vorgestellt. Die Paramente hat die Stuttgarter Künstlerin Sabine Waldmann-Brun entworfen, die eigens nach Bitz angereist war, um ihre Gedanken zum Entwurf der Gemeinde zu vermitteln.
Für Pfarrerin Bärbel Danner war dies ein besonderer Tag. Mit Stolz in der Stimme erläuterte sie Näheres über die Entstehung der Paramente. Diese hat in einer handwerklichen Meisterleistung die Stickerin F. Walter von der Paramentenwerkstatt "Knotenpunkt" in Backnang angefertigt. 457,5 Arbeitsstunden wandte sie dafür auf. Die Geldmittel dazu stammten aus zwei größeren Einzelspenden sowie einer Vielzahl von kleinen Spenden, wofür die Pfarrerin ausdrücklich den Förderern dankte.
Die neuen Paramente setzen einen Farbakzent in der Kirche. Sie wurden, so Waldmann-Brun, in ihrer Farbgebung passend zur Bitzer Orgel gestaltet. Sie sind modern, abstrakt gehalten. Es gibt Dunkles und Helles, runde und kantige Formen, Grün in all seinen Farbnuancen sowie Akzente in leuchtendem Rot und Blau, die alles zu einem funkelnden Ganzen verbinden. Grün, so erklärt Waldmann-Brun, stehe als Symbol für das Wachsen, das Reifen und die Hoffnung, die Schwarzspuren für schwere Wege, Krankheiten, Verletzungen. Die schwarzen Kreuze symbolisierten ein Nein, vielleicht ein Resignieren, doch es gebe auch Licht: Wir müssten nur "Ja" zu uns sagen, "Ja" zur Erde.
Waldmann-Brun, nicht nur als Malerin tätig, sondern auch Ärztin beim Deutschen Institut für Ärztliche Mission, stellte anschließend einige der aktuellen Projekte in Afrika vor. Musikalisch umrahmten den Gottesdienst der Kirchenchor und der Posaunenchor Bitz. Im Anschluss daran lud Pfarrerin Bärbel Danner noch zum Ständerling ein.


