Von Martin Kistner

Bitz. Im Bitzer Gemeinderat ist am Dienstag der Haushaltsplanentwurf für 2013 eingebracht worden. Er hat ein Volumen von 7,753 Milllionen Euro und bleibt damit unter dem Vorjahreswert. Das liegt am Vermögenshaushalt: Die Gemeinde fährt die Investitionen zurück und spart lieber.

6,88 Millionen Euro sind im Verwaltungshaushalt eingeplant; wichtigste Einnahmenquelle ist mit 1,63 Millionen der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer – er soll zur Freude von Bürgermeister Hubert Schiele um 153 000 Euro höher ausfallen als 2012. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt wird mit 721 600 Euro veranschlagt und bleibt damit um 111 000 Euro unter dem Vorjahreswert.

Indes erreicht das gesamte Volumen des Vermögenshaushalts diesmal gerade einmal 833 000 Euro – im laufenden Hauhaltsjahr waren es immerhin 1,2 Millionen Euro. Dank solcher Austerität kann die Gemeinde 204 100 Euro in die Rücklage einzahlen. Der Bürgermeister zitierte in diesem Zusammenhang Max Mun­ding, den Chef des Landesrechnungshofs, mit der Feststellung, Haushalte würden nicht in den mageren, sondern in den fetten Jahren ruiniert – der öffentlichen Hand falle es nun einmal schwer, nicht aus dem Vollen zu schöpfen, wenn die Kasse einmal voll sei. Munding kennt offenbar die Bitzer nicht: Hubert Schiele plädierte in seinem Kommentar zum Haushaltsplan für antizyklisches Wirtschaften und erinnerte an über kurz oder lang anstehende Investitionen auf dem Friedhof und in der Lichtensteinschule, wo freiwerdende Räume umgenutzt werden. Wenn es so weit sei, werde man die 200 000 eingesparten Euro gut brauchen können. 2,265 Millionen Euro will die Gemeindeverwaltung bis Ende 2013 angespart haben.

Ganz ohne Investitionen wird das Jahr freilich nicht vorübergehen. Die Sanierung des Dachs der Lichtensteinschule wird teurer als veranschlagt; 85 000 Euro müssen 2013 investiert werden. Der neue Belag der Eugenstraße schlägt mit 105 000 Euro zu Buche, die Sanierung der Freudenweiler Straße mit 160 000 Euro und die des Harthausertalwegs mit 90 000 Euro. 55 000 Euro kostet die Heizungserneuerung im Gairenweg 14; 50 000 Euro sind als erste Rate für die Friedhofsneugestaltung eingestellt.

Der Bitzer Haushalt soll am 15. Januar in der ersten Ratssitzung des Neuen Jahres verabschiedet werden.