Bitz. Zur Fasnet 2013 treten sie erstmals an: Die "Bitzer Schnoga", eine noch kleine Gruppe von Freunden der fünften Jahreszeit, hat sich nach "langer und reiflicher Überlegung" dazu entschieden, eine neue Narrenzunft in Bitz zu gründen.

Der Entschluss, eine Narrenzunft zu gründen, ist eine Sache – die Suche nach dem Namen eine andere: Das "große Überlegen" habe nach der Gründung Ende September begonnen, berichtet die buchstäblich erste Vorsitzende Sandra Roth. Welche Narrenfigur sollte die neue Zunft wählen? Die Lösung lag nahe, denn wer an Bitz denke, der denke sofort auch an einen Neck-Namen, den alle Bitzer kennen, die "Bitzer Schnoga".

Länger als die Suche nach dem Namen dauerte freilich die Suche nach dem Ursprung des Begriffs. Selbst über die Gemeindegrenzen hinaus recherchierten die Mitglieder, doch keiner konnte wirklich sagen, woher der Begriff "Bitzer Schnoga" kommt. Vermutungen allerdings kursierten gleich mehrere, und am Ende entschieden sich die Mitglieder der Narrenzunft für eine der drei Geschichten. Sie besagt, dass es früher aufgrund der sehr feuchten Hülben eine regelrechte Schnaken-Plage gab – allerdings nur in Bitz. So seien die "Bitzer Schnoga" schnell zum geflügelten Wort geworden. Immer wieder sei versucht worden, die Plage in den Griff zu bekommen, aber es sei ein schwieriges Unterfangen gewesen, und aus lauter Verzweiflung über die Plage seien die Bitzer schließlich selbst tätig geworden und vermehrt zu den Hülben gegangen, um die Schnoga zu vertreiben.

Die Narrenzunft hat sich entschieden, dass es zwei verschiedene Masken geben soll: einmal natürlich die "Bitzer Schnoga" und als zweite Maske den "Schnogabätscher". Er erinnert an alle, die versucht haben, die Schnoga zu vertreiben. "An der Maske des Schnogabätschers ist schön zu sehen, dass niemand ohne Schnaken-Stiche davon kam", sagt Sandra Roth.

Offiziell gezeigt wird die Schnoga-Maske erstmals zum Fasnetsbeginn, auf den sich die Bitzer Schnoga schon mächtig freuen, wie die Vorsitzende und ihr Stellvertreter Christian Hardtke versichern. An eigenen Veranstaltungen habe die neue Zunft für die erste Saison noch nichts geplant, so Sandra Roth. "Aber wir haben verschiedene Einladungen bekommen und nehmen sie auch gerne an."

Weitere Informationen: bitzerschnoga@t-online.de, Sandra Roth, Telefon 0176/ 44 55 9355

(key). Eine andere Version, woher der Neck-Name der Bitzer, "Schnoga", kommt, kursierte im Juli beim Bitzer Schnoga-Fescht: Den Winterlinger Mädchen hatten die jungen Bitzer Männer einst nachgestellt. Als die Winterlinger Rivalen ihnen deshalb Ärger machen wollten, kamen ihnen die Bitzer mit dem Messer zuvor und stachen damit zu "wia a Schnog" – wie eine Schnake. Der Name haftet ihnen noch heute an.