Bisingen (vr). Gesund, artenreich, gepflegt und eine Einnahmequelle für die Gemeinde: Der Bisinger Wald macht Forstwirtschaft und Kommunalpolitik gleichermaßen Freude.

"Bisingen hat einen tollen Wald", sagte Oberforstrat Hermann Schmidt in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag. Die Lage am Albtrauf sei "komfortabel", hier fänden Bäume gute Bedingungen zum Wachsen: genug Wasser und Nährstoffe, die vom Berg herunterkommen, sowie Schutz vor Wind im Schatten der Alb. Außerdem sei es durch die Halbhöhenlage deutlich kühler als anderswo im Land, wo die Hitze den Wäldern zu schaffen mache.

Der Forst lohnt sich für die Gemeinde auch finanziell: 2011 warf er 170 000 Euro Gewinn ab, 2012 wohl um die 140 000 Euro. Damit übertrafen die Ergebnisse die Erwartungen rund um das Doppelte. Auch fürs neue Jahr rechnet Schmidt mit einem Gewinn für Bisingen. Er hat 70 000 Euro angesetzt, dabei aber wie immer "sehr vorsichtig" kalkuliert.

Schmidt führt die guten Ergebnisse auf stabile Holzpreise zurück, die im verarbeitenden Gewerbe zwar "leicht fallend", aber immer noch gut für Waldbesitzer seien. Der Brennholzpreis sei "stabil", für Bisingen gelte der gleiche Preis wie in Burladingen und Albstadt.

2013 sollen wieder 5500 Festmeter Holz eingeschlagen werden – nicht mehr, als nachwächst. Schmidt nennt dies aus ökologischer Sicht den "grünen Bereich". Geerntet wird nächstes Jahr im Distrikt Bisingen. Es wachse auch genug nach. Laut Schmidt mache sich bemerkbar, dass die Jäger mehr Wild schießen.