Von Julia Brenner

Grosselfingen. Das Kinder- und Jugendbüro in Grosselfingen steht seit Januar unter der Leitung von Annika Eberhardt. Fremd fühlt sie sich nicht mehr. "Ich glaube, dass mich hier fast alle schon kennen", meint die junge Sozialpädagogin. Doch obwohl die Gemeinde Grosselfingen relativ überschaubar ist, muss die 24-Jährige selbst eine Menge neue Gesichter und Namen kennen lernen. Denn die Jugendarbeit in der Gemeinde – vor allem die verlässliche Grundschule – findet ziemlich großen Zuspruch.

"Ich muss erst noch richtig ankommen", sagt Annika Eberhardt, die in Balingen wohnt. Ihrem Umgang mit den Kindern merkt man allerdings nicht an, dass sie erst seit wenigen Wochen da ist. Die "Happy Kids" aus der 1. Klasse und die "Cool Kids" aus der 3. haben ihre neue Sozialpädagogin scheinbar ganz selbstverständlich aufgenommen. "Ich hatte hier einen tollen Start", sagt Annika Eberhardt, "die Kinder schließt man eben schnell ins Herz".

Auf die gebürtige Oberndorferin warten an ihrer neuen Stelle viele neue Herausforderungen. An Schultagen arbeitet sie in der verlässlichen Grundschule. Dort kümmert sie sich um Schüler, die vor oder nach dem Unterricht extra betreut werden müssen, weil die Eltern nicht zu Hause sind. Montags und donnerstags leitet sie am Nachmittag den Kinder- und Jugendtreff. Hier treffen sich die Kinder in verschiedenen Altersgruppen zum Basteln, Spielen, Kochen oder einfach um mal in Ruhe unter sich zu sein. Ganz neu im Treff ist die "Wii"-Videospielkonsole. "Die kommt natürlich auch gut an." Neben der verlässlichen Grundschule und dem Jugendtreff wird sie zukünftig auch für die Ferienprogramme zuständig sein, die in den Oster-, Pfingst, Sommer- und Herbstferien stattfinden. Auch die Schulsozialarbeit steht bisher noch in den Startlöchern.

Allein ist Annika Eberhardt in Grosselfingen nicht. Sie hat schon eine Praktikantin unter ihre Fittiche genommen, die, so wie sie vorher, Sozialpädagogik studiert. Außerdem ist die Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbüro in Bisingen sehr eng. Wöchentlich finden gemeinsame Teamsitzungen statt, wo man sich über alles austauscht.

Annika ist froh, dass sie direkt nach dem Studium vom Haus Nazareth eingestellt wurde. Das Haus Nazareth mit Sitz in Sigmaringen ist der Träger der Kinder- und Jugendarbeit in Bisingen und Grosselfingen. Die 24-Jährige hat dort bereits während ihres Sozialpädagogikstudium an der dualen Hochschule in Schwenningen Arbeitserfahrungen gesammelt. Damals arbeitete sie in Schömberg mit Jugendlichen.

In Grosselfingen fühlt sie sich wohl, sagt sie. Es sei "überschaubar" und schön, dass man sich hier schnell kennenlerne. Für sie ist es wichtig, mit dem Jugendtreff einen Ort zu leiten, an dem die Jugendlichen immer einen Ansprechpartner finden.