Bisingen Taucher reinigt den Faulturm der Kläranlage
Schwarzwälder-Bote, 16.05.2012 19:01 Uhr
Der Faulturm der Bisinger Kläranlage wird von einem Taucher gereinigt. Foto: ArchivFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Diana Nägele
Bisingen. Der Faulturm der Bisinger Kläranlage wird zunehmend durch Ablagerungen verstopft. Damit der Turm funktionsfähig bleibt, muss er gereinigt werden. Der Bisinger Gemeinderat beschloss am Dienstag, dass dies ein Faulturmtaucher erledigen soll.
"Der Taucher sieht in dem Schlamm nichts", erklärte Joachim Krüger. Trotzdem finde er sich durch Ertasten im Innern des Turmes zurecht. Der Bürgermeister hat bereits mit Mitarbeitern der Wiener Taucher-Unternehmens gesprochen. Die Firma habe bereits in Kläranlagen in Tübingen, Neckar-Tenzlingen oder Waldshut-Tiengen mit ihren Tauchern gute Arbeit geleistet. Die Ablagerungen sauge der Taucher mit Spezialgerät ab. Ebenfalls könne er kleinere Reparaturarbeiten ausführen, sagte Krüger.
Die Alternative sei, den Turm komplett leer zu pumpen. Die Lösung würde 65 000 Euro kosten, deutlich mehr als die 49 500 Euro, die der Berufstaucher kosten soll. Außerdem müsste das Blockheizkraftwerk beim Leerpumpen für zehn Wochen still gelegt werden. Während der Taucher im Einsatz ist, kann der Betrieb dagegen weiterlaufen.
Dass ein Taucher den Faulturm reinigen wird, damit waren fast alle Gemeinderäte einverstanden. Kuno Konstanzer (FWV) sah noch eine dritte Lösung. Der Betreiber einer Biogasanlage ist der Meinung, dass man den Turm bei entsprechend hoher Außentemperatur leerpumpen könne. Der Schlamm würde solange zwischengelagert werden. "Das ist mit einem zu großen Risiko verbunden", sagte Holger Maier von der Gemeinde Bisingen, da sich die Bakterien im Schlamm verändern könnten.



