Bisingen Neue Schilder weisen Wanderweg

Diana Nägele, 18.05.2012 09:01 Uhr

Bisingen - Die Gemeinde Bisingen beteiligt sich am albweiten Wegekonzept. Das haben die Gemeinderäte in der Sitzung am Dienstag einstimmig beschlossen.

"Der Tourismus ist für die Region eine wichtige Einnahmequelle und der Albverein macht eine sehr gute Arbeit", lobte Bisingens Bürgermeister Joachim Krüger. Die Wegewarte kümmern sich um die Beschilderung und um die Pflege der Wanderwege. Trotzdem sei es eine Überlegung Wert, ob sich die Gemeinde Bisingen an dem überregionalen Wegekonzept beteiligen möchte, sagte er. Insgesamt werden die Kosten der Beschilderung auf 27 000 Euro geschätzt, wobei etwa 17 000 Euro an der Gemeinde hängen bleiben. Nicht mit eingerechnet sind Wanderkarten, die entsprechend angepasst werden müssen.

"Das Konzept hat zum Ziel eine einheitliche Beschilderung der Wanderwege auf der Schwäbischen Alb zu schaffen", erklärte die Tourismusbeauftrage Jasmin Erath von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG). Gerade im Zollernalbkreis gebe es vielerlei Arten von Beschilderung. Als Beispiel nannte sie Hohenzollernweg, Jakobusweg und örtliche Rundwege. "Bisingen hat mit der Burg Hohenzollern das Wanderhighlight schlechthin", sagte sie.

Vor zwei Jahren wurde dazu ein überregionales Wege- und Beschilderungskonzept zusammen mit dem Albverein, dem Donaubergland Tourismus und einem Planungsbüro für Wandertourismus geschaffen. Die Schilder sollen ausführlicher und übersichtlicher sein. "Wanderer verzichten immer mehr auf eine Karte und wollen einfach losmarschieren", sagte Jasmin Erath, wobei einheitliche Schilder das Wandern erleichtern.

Auf gelben Tafeln sollen demnach "überörtliche Wege" markiert werden. Außerdem wird darauf die nächste Gemeinde mit Einkehr- sowie Übernachtungsmöglichkeiten angegeben. Ebenfalls ist der Name des Wegs zu lesen sowie auf einem Schild darunter der Standort. Örtliche Wege werden mit grünen Schildern gekennzeichnet. Aus neun bestehenden Rundwanderwegen sollen sieben werden.

Einige Gemeinden wie Grosselfingen, Balingen oder Rosenfeld wollen sich an dem Projekt beteiligen, versicherte Jasmin Erath. Konrad Flegr (ALB) brachte es auf den Punkt: "Wir wollen kein weißer Fleck auf der Landkarte sein, sondern ein Stück vom Kuchen abhaben."

Bernd Fischer (ALB) sieht im neuen Konzept die Möglichkeit Orte, die nicht so bekannt sind, in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken, indem man sie beispielsweise als Ausgangspunkt nimmt. Lothar Schneider (CDU) merkte an, dass die Kosten durch aktualisierte Wanderkarten und Karten an Parkplätzen noch mehr steigen werden, wobei es wichtig sei, die Wege auch ordentlich zu vermarkten. Bedenken äußerte Katharina Prowald (FWV). "Wir haben schöne Wanderwege und die Schilder sind doch eigentlich noch ganz neu?", fragte sie.

Die Räte befürworteten einstimmig das Konzept. Im nächsten Schritt werden die Standorte der Schilder und die Routen bestimmt. Frühestens im kommenden Jahr geht es an die Umsetzung.

 
 
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