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Bisingen "Bisingen kommt da noch ganz gut weg"

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Harald Banzhaf hat sich eingehend zum Problem der Umweltgifte belesen. Foto: Huger Foto: Schwarzwälder-Bote

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Die Strahlenbelastung mit hochfrequenten elektromagnetischen Wellen im alltäglichen Leben steigt immer mehr: Dr. Harald Banzhaf aus Bisingen klärt über die Gefahren von Umweltgiften auf. Im Gespräch erzählt er, warum er Handy- und WLAN-Strahlung für bedenklich hält. Außerdem spricht er darüber, welche Rolle Abgase bei der Gesundheit der Menschen einnehmen und was typische Anzeichen für zu viele Gifte im Körper sind.

Welchen Umwelteinflüssen und -giften sind die Bisinger hauptsächlich ausgesetzt?

Umweltgifte sind sind sehr verbreitet in unserer hoch technisierten und künstlichen Welt. Aber häufig bemerken wir sie nicht, weil sie über unsere Sinne nicht wahrnehmbar sind. Das speziell auf Bisingen zu beziehen, ist eigentlich nicht möglich.

In Wessingen beispielsweise reden alle über Raser im Ort. Die Argumente beziehen sich meist auf Lärm und Sicherheit. Aber sollte man nicht auch die Abgase beachten?

Klar, Abgase spielen eine große Rolle. In Bisingen gibt es generell viel Durchgangsverkehr. Menschen, die nah an der Hauptstraße wohnen, haben durchaus mehr mit Emissionen zu kämpfen. Lärm ist aber auch ein großes Thema.

Inwiefern?

Man weiß inzwischen, dass Lärm ein eigenständiger Risikofaktor für Krankheiten ist. Wir denken, wir gewöhnen uns daran, aber das Unterbewusstsein reagiert weiterhin auf die Belastung, auch wenn wir sie bewusst nicht mehr wahrnehmen. Wir wachen vielleicht nachts nicht mehr auf, wenn ein Lkw vorbeifährt, aber das Nervensystem wird immer wieder in Alarmbereitschaft versetzt. Es gibt eindeutige Zusammenhänge zwischen erhöhter Lärmbelastung und erhöhter Herzinfarktrate.

Sie haben einmal gesagt, dass öffentliches WLAN und Handynutzung so etwas wie der "Supergau" in Bezug auf die Strahlenbelastung sei. Wie groß ist diese Gefahr für Bisingen?

Das Problem wird von der Gesellschaft und Politik negiert. Das ist sehr bedenklich. Bisingen kommt da allerdings noch ganz gut weg. Im Vergleich zu Großstädten sowieso. Die Verbreitung von Sendemasten ist im Rahmen. Das Problem des Elektrosmogs ist hauptsächlich hausgemacht. Das WLAN ist bei vielen 24 Stunden eingeschaltet, obwohl sie es nicht nutzen.

Und der Mobilfunk?

Durch den Mobilfunk sind wir in die Situation gekommen, dass unsere Zellen mit sogenanntem Zellstress reagieren. Die belasteten Zellen können so ihre eigentliche Arbeit der Energiegewinnung immer weniger ausführen und werden krank. Es entstehen zuerst unerkannte sogenannte stille Infektionen, die im Verlauf zu verschiedenen chronischen Erkrankungen führen können. Denken sie an die Zunahme der Allergien, Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, Rheuma, aber auch Bluthochdruck, entzündliche Darmerkrankungen und viele mehr.

Und das ist wirklich so belastend?

Das ist ein großes Problem in der Nacht. Unser Organismus kann und sollte vor allem nachts regenerieren. In dieser Zeit findet der Reparaturstoffwechsel statt. Und wenn ständig nur eine kleinere Belastung von elektromagentischen Feldern die ganze Nacht auf einen Organismus einwirkt, dann geraten alle Zellen, insbesondere das Nervensystem, unter Dauerstress. Durch diesen Dauerstress kommt es zu chronischen Entzündungsreaktionen. Die Langzeitstudien sind bedenklich bis erschreckend. Sie zeigen, dass schon eine Belastung weit unterhalb der Grenzwerte zu diesem sogenannten Zellstress führen.

Zellstress? Was ist das?

Das ist kein psychologisches, sondern ein biologisches Phänomen. Wir können dies im Blut messen. Es handelt sich um den sogenannten oxidativen und nitrosativen Stress, der unsere Zellen schädigt.

Mit welchen Symptomen kommen die Patienten, die Sie als Umweltmediziner aufsuchen?

Was typisch, aber unspezifisch ist, ist die chronische Erschöpfung. Man ist müde, abgeschlagen, launisch oder depressiv. Häufig sind es auch chronische Schmerzen, die keine fassbaren körperlichen Ursachen haben.

Was ist ein typisches Anzeichen dafür, dass der eigene Körper zu sehr mit Schadstoffen belastet wird?

Das ist die chronische Müdigkeit. Sie ist häufig ein frühes Zeichen, ein Warnsignal. Denn die Leber spürt keinen Schmerz. Wenn ich die Leber belaste, macht das müde.Aber nicht jede Müdigkeit ist gleich als Zeichen einer Schadstoffbelastung oder Vergiftung zu werten. Es gibt auch viele andere Ursachen, die es auszuschließen gilt.

Was kann man tun, wenn man solche Symptome bei sich feststellt oder sich zu vielen schädlichen Einflüssen ausgesetzt sieht?

Das Allerwichtigste ist, die Schadstoffquelle abzustellen oder zu beseitigen. Und dann viel Flüssigkeit – am besten gutes Wasser – zu sich nehmen. Wasser ist das Hauptmedium zum Entgiften. Dann sollte man sich so gut es geht bewegen. Und schwitzen. Dafür ist eine Infrarot-Sauna geeignet. Ein großer Punkt ist, dass wir alle übersäuert sind. Daher ist es wichtig, dass wir basische Lebensmittel zu uns nehmen. Zudem helfen Wildkräuter. Was extrem entgiftend wirkt, sind Bitterstoffe. Zu empfehlen sind hier die sogenannten Süßwasseralgen.

Was kann eine Gemeinde wie Bisingen tun, um schädliche Umwelteinflüsse zu minimieren?

Ein großes Thema sind Grenzwerte. Die sind in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sehr hoch. Insbesondere sind hier die Grenzwerte für hochfrequente elektromagnetische Strahlung zu nennen. Eine Absenkung der Grenzwerte würde eine Verringerung der Belastung und anderer Umweltgifte bedeuten.

Dafür ist die Gemeinde nun aber nicht zuständig...

Ist sie nicht, nein. Eigentlich sollte aber das Vorsorgeprinzip gelten. Man sollte schauen, dass die Bürger möglichst wenig belastet sind. Was aber heute bei uns passiert: Man setzt das Vorsorgeprinzip außer Kraft, in dem man die Grenzwerte so hoch setzt, dass man immer unterhalb der Grenzwerte ist. Letztendlich geht es auch um das Bewusstsein der Menschen. Denn wenn wir beim Beispiel Mobilfunk bleiben und Menschen ständig das Bedürfnis haben, sich virtuell auszutauschen, dann steigt natürlich zwangsläufig auch die Belastung durch die immer umfangreicheren Datenmengen.

Gibt es Menschen, die weniger Probleme mit Umwelteinflüssen haben als andere?

Es hängt immer von der Konstitution des Einzelnen ab. Es gibt Menschen, die extrem gut entgiften können. Die können saufen, die können rauchen, einen sehr ungesunden Lebensstil führen und die werden trotzdem 90. Zum Beispiel wie der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt. Andere wiederum haben eine genetische Konstellation, bei der die Zellen relativ schlecht mit Schadstoffen umgehen können und die werden deshalb auch schneller krank und sterben früher.   Die Fragen stellte

Robert Huger.

 
 

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