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Bio-Kosmetik Alu unter der Achsel

Renate Preukschat, vom 10.10.2011 11:27 Uhr
Aus der Sprühdose kommt mit dem Deo Aluminium. Foto:
Aus der Sprühdose kommt mit dem Deo Aluminium. Foto:
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Stuttgart - Natürlich, umweltfreundlich und vor allem frei von Bestandteilen wie Aluminium, Silikonen oder Parabenen: Von L’Oréal bis Nivea haben immer mehr Hersteller Bio-Kosmetikprodukte im Programm. Lohnt sich der Kauf?

Was mit der Bio-Banane begann, findet nun auch Einzug in die Kosmetik-Industrie. Die Produkte werden gern als "frei von"bestimmten Inhaltsstoffen beworben. Viele Bestandteile wie Aluminium im Deo haben tatsächlich negative Auswirkungen auf den Körper – aber auch Eigenschaften, die das Produkt erst richtig attraktiv machen. Ein Überblick.

Metall unter der Achsel: Aluminium
Die Bezeichnung "Mineral-Deo" in der Werbung klingt eigentlich gesund. Dahinter verbirgt sich allerdings ein umstrittener Stoff: Aluminium. Es ist ein häufiger Bestandteil von Deodorants, ist aber auch in Eau de Toilettes enthalten. Weil es Bakterien abtötet und die Poren verschließt, verhindert Aluminium Schweißgeruch. Es irritiert aber auch die Haut und trocknet sie aus. Besonders direkt nach dem Rasieren der Achseln kann es zu Juckreiz oder einer dauerhaften allergischen Reaktion kommen – der schnellste Weg für die Entstehung eines sogenannten Deo-Ekzems. Wer empfindliche Haut hat, sollte ein Produkt ohne Aluminium, Alkohol und Parfüm verwenden. Ob Aluminium krebserregend ist, wurde noch nicht bewiesen. Da der Stoff die elektrischen Nervenimpulse hemmt, behaupten einige Forscher, dass durch ihn die Gehirnaktivität verlangsamt und sogar Alzheimer ausgelöst werden könnte.

Der unechte Ochse: Synthetische Duftstoffe
Selbst wenn wunderschöne Blüten auf der Packung abgebildet sind, müssen noch lange keine natürlichen Aromen im Duft enthalten sein. Synthetisches Parfüm in Kosmetika kann allergische Reaktionen, Unwohlsein und Migräne hervorrufen. Die chemisch hergestellten Duftstoffe, in Alkohol gelöst, sind teilweise krebserregend und verändern das Erbgut. Weil sie länger haltbar sind als natürliche Duftstoffe, reichern sie sich im Körper und in der Umwelt an. Die gefährlichsten unter ihnen, die künstlichen Moschusverbindungen, konnten sogar in der Muttermilch nachgewiesen werden und stehen unter Verdacht, die Leber zu schädigen. Da diese Stoffe viel günstiger und in größeren Mengen hergestellt werden können als natürliche Düfte, bleiben sie in der Industrie Hauptbestandteil vieler Produkte.

Für immer haltbar: Parabene
Parabene töten Bakterien, deswegen werden sie in Kosmetika und Lebensmitteln als Konservierungsmittel eingesetzt. Cremes, Lippenstifte, Seifen, Sonnenschutzmittel, Enthaarungscremes und andere Schönheitsprodukte werden durch sie haltbar gemacht. Auf der Haut aufgetragen, verlieren die Parabene ihre konservierende Eigenschaften aber nicht. Der Körper nimmt sie auf und verteilt sie übers Blut, so dass sie sich in Leber und Niere ablagern. Außerdem können sie Allergien hervorrufen. Der Stoff führt beim Menschen zu einer erhöhten Bildung von Östrogenen, stört also den Hormonhaushalt. Allerdings gibt es noch keine Bestrebungen, die schädliche Wirkung der Parabene genauer zu untersuchen. Obwohl sie unter Verdacht stehen, Brustkrebs auszulösen, sind sie weiterhin als Zusatz erlaubt.

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