Welche Kriterien zählen und wie wählen Unternehmen den Kandidaten aus? Der JOBbote im Gespräch mit Dr. Gerhard Rübling, dem Geschäftsführer der Trumpf GmbH.

Wie viele Hochschulabsolventen beschäftigen Sie an Ihren Standorten?

Unsere Akademikerquote liegt bei etwa 40 Prozent. Aktuell suchen wir an unseren deutschen Standorten mehr als 70 Hochschulabsolventen.

Worauf achten Sie in Ihren Auswahlverfahren besonders?

Neben der fachlichen Qualifikation ist es für uns von zentraler Bedeutung, dass die Mitarbeiter persönlich zu uns und unserer Unternehmenskultur passen. Wir interessieren uns dafür, was ein Bewerber in seiner Freizeit macht, welche Werte ihm wichtig sind und was er persönlich erreichen möchte. Umgekehrt sind natürlich auch Bewerber interessant, die den Spieß umdrehen und fragen: "Nach welchen Prinzipien wird das Unternehmen geführt?", "Wie wird die Leistung beurteilt?" oder "Wie hoch ist die Betriebszugehörigkeit im Durchschnitt? ". Bewerber unterschätzen, wie wichtig es ist, ein Gefühl für die Unternehmenskultur zu bekommen und sich auf dieser Basis für oder gegen ein Unternehmen zu entscheiden.

Suchen Sie für einzelne Positionen gezielt nach Bachelor- oder Masterabsolventen?

Prinzipiell machen wir bei der Suche keinen expliziten Unterschied zwischen Bachelor- oder Masterabsolventen. Allerdings gibt es Stellen, die tendenziell eher für Masterabsolventen in Frage kommen. Ist ein Absolvent mit Masterabschluss eher für Führungsaufgaben geeignet als der Bachelor? Grundsätzlich nicht. Selbstverständlich gilt jedoch, dass eine höherwertige Ausbildung die Chance auf eine Führungsaufgabe erhöht.

 
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