Balingen Zahlungsverkehr, Tresor, Vier-Augen-Prinzip
Schwarzwälder-Bote, 28.03.2012 20:01 Uhr
Sie haben einiges erlebt: Die beiden Tagespraktikanten Mimoza und Mike vor der Winterlinger Volksbank. Foto: privatFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Mimoza Mazrekaj und Mike Neltner
u Türen auf hier sind wir: Mimoza Mazrekaj und Mike Neltner haben in der Volksbank-Filiale in Winterlingen ein Tagespraktikum absolviert. Über ihre Erlebnisse berichten die beiden Schüler für unsere Zeitung.
Um 9 Uhr mussten wir uns am Empfang der Winterlinger Bank melden. Dort wurden wir von Frau Rosenau begrüßt. In einem Besprechungszimmer wurden wir über unsere Verschwiegenheitspflicht belehrt. Nach der Belehrung mussten wir eine Erklärung unterschreiben. Danach wurde uns Herr Allseits, ein Azubi der Bank vorgestellt, der uns den ganzen Tag begleiten sollte.
Herr Allseits gab uns bei einem Rundgang zuerst einmal einen Überblick über das ganze Gebäude, das insgesamt drei Stockwerke umfasst. Danach begaben wir uns ins Erdgeschoss, wo die Kundenkontakte stattfinden.
Am Schalter lernten wir das Vier-Augen-Prinzip kennen. Bei einer Barauszahlung bedeutet das, dass der Bankangestellte das auszuzahlende Geld vor den Augen des Kunden nachzählt. Ganz einfach: Zwei Augen Bank plus zwei Augen Kunde gleich Vier-Augen-Prinzip.
Hinter dem Schalter gibt es noch kleine Besprechungszimmer, in denen Gespräche, aber auch größere Geldgeschäfte stattfinden können. Im Tresorraum konnten wir die Arbeit von verschiedenen Geldzähl- und Münzverpackungsmaschinen kennen lernen. Neben den Euros sind in der Bank auch noch andere Währungen wie Dollar, Englische Pfund, Schweizer Franken und andere gelagert. Hier mussten wir verschiedene Umrechnungsaufgaben erledigen, was für uns "Euro"-päer ganz schön ungewohnt war.
Im ersten Stock zeigte uns Herr Allseits die Kontrolle des Zahlungsverkehrs. Alle am Schalter getätigten Geschäfte werden hier noch einmal auf ihre Richtigkeit geprüft. Auch noch so kleine Fehler werden dem Schalterangestellten sofort gemeldet und müssen von diesem richtig gestellt werden. Beleghafte Überweisungen und Buchungen werden im zweiten Stock gemacht. Hier konnten wir am Nachmittag den Geldstrom bei einer Überweisung verfolgen.
In dem Großraumbüro konnten wir ebenfalls beobachten, wie das Online-Banking in der Winterlinger Bank funktioniert. Dabei ist die Sicherheit oberstes Gebot. Die Bank versucht, durch verschiedene Maßnahmen jeglichen Missbrauch und damit Schaden für die Kunden zu vermeiden. Unzählige Buchungen finden hier täglich statt und es ist für einen Laien völlig unverständlich, wie die Bank hier noch den Überblick bewahren kann.
Nach einer ausführlichen Abschlussbesprechung wurden wir von der Bank müde und voller neuer Eindrücken wieder in die "normale" Welt entlassen. Für uns war es ein eindrucksvoller Tag und wir hatten unseren Mitschülern am nächsten Morgen viel zu erzählen. u Die Autoren sind Schüler der Klasse 7b der Werkrealschule Winterlingen.




