Balingen Weilstetten: Scheune bei Brand zerstört

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In der Nacht auf Samstag ist in Weilstetten eine circa 1000 Quadratmeter große Scheune mit Inevnater abgebrannt. Foto: Deregowski

Balingen-Weilstetten - Ein Schaden von rund 500.000 Euro ist bei einem Brand einer großen landwirtschaftlichen Lagerhalle in Weilstetten am frühen Samstagmorgen entstanden. Rund 300 Tonnen Heu sind verbrannt. Ein Großaufgebot an Helfern war im Einsatz.

Zur Brandursache konnte der Balinger Stadtbrandmeister Joachim Rebholz, der den Großeinsatz leitete, auch am gestrigen Vormittag noch nichts sagen. Die Polizei sucht nun Zeugen, die zwischen Freitagabend, 23 Uhr, und Samstagmorgen, 2.30 Uhr, Personen oder Fahrzeuge im Bereich des südlichen Ortsrands wahrgenommen haben. Hinweise nimmt das Polizeirevier Balingen unter der Nummer 07433/26 40 entgegen.

"Die Ermittlungen werden in alle Richtungen geführt", hieß es. Sie dauerten das ganze Wochenende über an. Heute sollen Spezialisten der Kripo den Brandort in Augenschein nehmen.

Die Feuerwehr war am frühen Samstagmorgen gegen 2.30 Uhr mit einem Großaufgebot von rund 70 Mann und zehn Fahrzeugen in Richtung Sportanlage ausgerückt. Auch das Deutsche Rote Kreuz unterstützte die Einsatzkräfte.

Mit den Löscharbeiten an der rund 1000 Quadratmeter großen Halle, in der neben 300 Tonnen Heu auch einige landwirtschaftliche Maschinen wie ein Traktor und ein Heuwender lagerten, sind laut Rebholz die Abteilungen Weilstetten, Balingen und Frommern betraut gewesen.

Die Halle war nicht mehr retten. Deshalb ließ die Feuerwehr das Gebäude kontrolliert niederbrennen. Denn das gepresste Heu, so Rebholz, habe gar nicht gelöscht werden können, weil das Wasser nicht eindringe. "Das Feuer geht nicht aus. Im Gegenteil, die Abbrenndauer verlängert sich sogar, wenn weiter gespritzt würde."

Die Rauchsäule war am Samstag und auch gestern noch kilometerweit zu sehen. Bei der Brandwache, die bis gestern Nachmittag aufrecht erhalten wurde, wechselten sich laut Rebholz alle Balinger Abteilungen mit je zwei Fahrzeugen und Besatzung ab. Danach blieben nur noch drei Mann am abgesperrten Brandort. Rebholz: "Wir können den ja nicht allein lassen." Zumal auch am Sonntagvormittag noch Flammen züngelten und sich viele Sonntagsspaziergänger auf den Weg in Richtung Sportheim machten, um sich die rauchenden Überreste der Halle anzuschauen.

Dass die abgebrannte Halle in der Nähe einer Starkstromleitung stand, habe die Löscharbeiten nicht tangiert. "Die Leitung war nie in Gefahr, wir haben aber von Anfang an mit der EnBW zusammengearbeitet, die die Leitung abgeschalten hat."

Auch dass auf der Halle eine große Fotovoltaikanlage montiert war, habe die Feuerwehr in ihrer Arbeit nicht beeinträchtigt. Weil aber das Glas geborsten und ein relativ starker Wind geweht habe, seien die Scherben in weitem Umkreis verteilt worden. So musste auch der angrenzende Sportplatz gesperrt werden. Er muss nun von den Glasscherben gereinigt werden.

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