Balingen Vorstand: Beschlüsse werden nicht korrigiert

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Sie haben Gegenwind erhalten und nehmen nun Stellung zu den Filial-Schließungen: die Vorstände der Volksbank Hohenzollern-Balingen Arndt Ständer (links), Joachim Calmbach und Franz Steinhart (vorne). Foto: Ungureanu Foto: Schwarzwälder-Bote

Nachdem die Volksbank Hohenzollern-Balingen Ende Oktober bekannt gegeben hatte, welche Filialen geschlossen werden sollen, hat es starke Proteste gegeben. Daher nimmt der Vorstand noch einmal Stellung zu der geschäftspolitischen Neuausrichtung.

Balingen/Hechingen. Die Vorstandsmitglieder Joachim Calmbach, Arndt Ständer und Franz Steinhart betonen nochmals, dass die Volksbank Hohenzollern-Balingen im Vorfeld sowohl eine interne als auch eine externe Analyse der Geschäftsstellen vorgenommen habe.

Hierbei seien durch ein Projektteam der Bank sowie einer Beratungsgesellschaft bestimmte Faktoren sorgfältig analysiert worden. Anhand der Bewertungen und Ergebnisse hätten Vorstand und Aufsichtsrat die Neuausrichtung der Geschäftsstellen entschieden. "Diese Entscheidungen sind weder Vorstand noch Aufsichtsrat leicht gefallen. Sie sind sich der Tragweite durchaus bewusst", heißt es in einer Mitteilung. Vor den Veröffentlichungen hätten drei Veranstaltungen in den Teilmärkten der Bank stattgefunden. Hierzu seien Vertreter aus den betroffenen Gemeinden sowie die Bürgermeister und Ortsvorsteher eingeladen gewesen. An diesen Terminen hätten Vorstand und Aufsichtsrat über das Vorhaben informiert. Die Maßnahmen seien erläutert und mit den Vertretern umfassend diskutiert wordem.

Wie weiter ausgeführt wird, habe sich der Vorstand sämtlichen Anfragen gestellt. In persönlichen Gesprächen seien "detailliert, individuell und ausführlich" die Gründe erläutert und Fragen beantwortet worden. Als Ergebnis dieser Gespräche könne festgehalten werden, dass die Vorstände überwiegend Verständnis für die Notwendigkeit der Maßnahme erhielten.

Ein wesentlicher Punkt bei den Gesprächen sei der Hinweis auf die zukünftig nicht mehr gegebene Bargeldversorgung der älteren Bürger durch den Abbau der Geldausgabe-Automaten gewesen. Hierzu teilt der Bankvorstand mit, dass die Bank den Kunden einen Bargeldservice anbiete: "Ein Botendienst liefert den Geldbetrag nach Hause."

Hinsichtlich der von Ortvorstehern der betroffenen Gemeinden vorgebrachten Bitte nach einem Gespräch mit den Ortschaftsräten oder dem Gemeinderat wird darauf hingewiesen, dass die Termine koordiniert seien und von den Vorständen wahrgenommen würden.

Wie bereits Ende Oktober erläutert worden sei, werde nach Alternativlösungen und weiteren Standorten für neue Geldausgabeautomaten gesucht. Daher würden die Automaten in Endingen und Engstlatt über den 31. Dezember hinaus noch eine gewisse Zeit lang betrieben. "Allerdings bedeutet diese Vorgehensweise nicht, dass die Beschlüsse korrigiert oder revidiert werden", so die Bankvorstände.

Sie weisen darauf hin, dass die Geschäftsstellen in Isingen und Heiligenzimmern aus sicherheitstechnischen Gründen derzeit geschlossen sind. In sie sei eingebrochen, beide Geldausgabeautomaten seien vollständig zerstört worden.

Die Vorstände weisen in ihrer Stellungnahme darauf hin, dass die "ständig steigende Regulatorik im Bankenbereich sowie das anhaltende Niedrigzinsniveau" die Ertragslage der Bank immer stärker belasteten. Insbesondere die Nutzung des Internets und der digitalen Medien hätte dazu geführt, dass die Kundenbesuche in den Geschäftsstellen deutlich zurückgegangen seien. "Resultierend aus diesen Herausforderungen und der Verantwortung gegenüber den Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern ist es unsere Aufgabe und die des Aufsichtsrats, möglichst frühzeitig zu reagieren, um die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der Bank zu stellen und somit die Zukunftsfähigkeit der Volksbank Hohenzollern-Balingen eG zu sichern", halten die Vorstände abschließend fest.

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